Sagittaria sagittifolia L.

Info Flora, 2021, Info Flora Schweiz - Alismataceae, https://www.infoflora.ch/de/flora/alismataceae.html (accessed 2023-10-20) : -

publication ID

292483

DOI

https://doi.org/10.5281/zenodo.10914659

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/F1605F67-B7E2-81B0-2108-01FD15AD0AE1

treatment provided by

Plazi

scientific name

Sagittaria sagittifolia L.
status

 

Sagittaria sagittifolia L. View in CoL

Echtes Pfeilkraut

Art ISFS: 362700 Checklist: 1040530 Alismataceae Sagittaria Sagittaria sagittifolia L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 30-100 cm hoch, aus dem Wasser ragend. Blätter grundständig, die ersten bandförmig, 3-15 mm breit und bis 1 m lang, die späteren schwimmend oder aus dem Wasser ragend, pfeilförmig- 3teilig, mit 1-3 cm breiten und bis 10 cm langen, spitzen Abschnitten. Blüten in mehreren Quirlen, die oberen männlich, gestielt, die unteren weiblich, meist +/- sitzend. Perigonblätter 6, die äusseren grün, rundlich, die inneren doppelt so gross, weiss mit rotem Grund. Früchtchen in kugeligen Köpfen.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Gräben, Ufer / kollin / M, JN, vereinzelt ANW und ANE

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 5w + 44-34 + 3.a-g.2n=22

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Uferverbauung, Gewässerkorrekturen, Entwässerung) Konkurrenzvegetation (Schilf), Sukzession, Beschattung Herbivoren (Beweidung, Gämse) kleine isolierte Populationen Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Eutrophierung Hybridisierung mit Sagittaria platyphylla Anatomie

Zusammenfassung der Stammanatomie

Umriss rund oder oval. Grosse, unregelmässige Intercellularen. Epidermiszellen verholzt.

Beschreibung (Englisch)

Culm-diameter 2-5 mm, center full, radius of culm in relation to wall thickness 1:1. Outline circular with a smooth surface. Culm-center full, containing unlignified cells. Center with net-like aerenchyma. Without cortex/cylinder separation. Epidermis smooth. Epidermis cells thin-walled all around. Large vascular bundles distributed in the whole culm. Vascular bundles collateral closed. Vascular bundles concentric, phloem in the center. Vessels in vascular bundles around the phloem not to recognize in normal light. Cavities in form of canals, often surrounded by epithelian cells.

Ökologie

Lebensform Hydrophyt, Geophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.2.1 - Stillwasser-Röhricht (Phragmition)

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

Bodenfaktoren Klimafaktoren Salztoleranz
Feuchtezahl F überschwemmt, bzw. unter Wasser; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen) Lichtzahl L halbschattig Salzzeichen --
Reaktionszahl R neutral bis basisch (pH 5.5-8.5) Temperaturzahl T warm-kollin
Nährstoffzahl N nährstoffreich Kontinentalitätszahl K subozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse 2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser 2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser 0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name ( Checklist 2017): Sagittaria sagittifolia L.

Volksname Deutscher Name: Echtes Pfeilkraut Nom français: Sagittaire à feuilles en flèche Nome italiano: Sagittaria comune

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

Relation Nom Referenzwerke No
= Sagittaria sagittifolia L. View in CoL Checklist 2017 362700
= Sagittaria sagittifolia L. View in CoL Flora Helvetica 2001 2381
= Sagittaria sagittifolia L. View in CoL Flora Helvetica 2012 2367
= Sagittaria sagittifolia L. View in CoL Flora Helvetica 2018 View Cited Treatment 2367
= Sagittaria sagittifolia L. View in CoL Index synonymique 1996 362700
= Sagittaria sagittifolia L. View in CoL Landolt 1977 142
= Sagittaria sagittifolia L. View in CoL Landolt 1991 136
= Sagittaria sagittifolia L. View in CoL SISF/ISFS 2 362700
= Sagittaria sagittifolia L. View in CoL Welten & Sutter 1982 2018

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii); C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische Regionen Status Kriterien IUCN
Jura (JU) stark gefährdet (Endangered) B2ab(iii); C2a(i)
Mittelland (MP) stark gefährdet (Endangered) B2ab(iii); C2a(i)
Alpennordflanke (NA) verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Alpensüdflanke (SA) --
Östliche Zentralalpen (EA) --
Westliche Zentralalpen (WA) --

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität 3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf 2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung 1 - Gering
Überwachung Bestände 2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention) Nein
BE Vollständig geschützt (01.01.2016)
TG Vollständig geschützt (01.01.2018)
Schweiz --
VD Vollständig geschützt (02.03.2005)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft: Z - Zielart weitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Uferverbauung, Gewässerkorrekturen, Entwässerung) Schaffung von Pflanzenschutzgebieten und Mikroreservaten (rechtlicher Schutz der Art) Gewässerpflege soll nur wenn nötig durchgeführt und auf die Art abgestimmt werden Konkurrenzvegetation (Schilf), Sukzession, Beschattung Konkurrenz entfernen Schilfmahd Bei Bedarf Fundbereiche abschnittsweise absaugen oder abbaggern Ufergehölze auslichten Herbivoren (Beweidung, Gämse) Schutz vor Herbivoren Frass-Schutzmassnahmen Bei Bedarf mit künstlicher Konstruktion schützen (z.B. temporär) wenn Samen für ex situ-Vermehrung benötigt werden Je nach Fundsituation Uferbereiche periodisch abschnittsweise auszäunen kleine isolierte Populationen Schutz aller Fundstellen (Schutzgebiete, Mikroreservate) Regelmäßige Bestandeskontrollen Ex-situ Vermehrung von indigenem Material und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Kein Material für Ex Situ verwenden, das von Fundorten mit unklarer Herkunft stammt (die Art wird häufig angepflanzt mit Material aus Gartenzentren) Eutrophierung Verwendung von Düngemitteln in der Nähe vermeiden Hybridisierung mit Sagittaria platyphylla Bekaempfung der neophytischen S. platyphylla Besonders in Gebieten mit Vorkommen sollten alle neophytischen Sagittaria-Arten und deren Hybriden entfernt werden Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen R. Dickenmann & J. Menzi, 2018: Aktionsplan Sagittaria sagittifolia Fachstelle Naturschutz Kt. Zürich & Topos, 2019: Anleitung zur Kultivierung Sagittaria sagiittifolia

GBIF Dataset (for parent article) Darwin Core Archive (for parent article) View in SIBiLS Plain XML RDF