Campanula rotundifolia L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Campanulaceae, Birkhaeuser Verlag : 393

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/EA8E6A7F-2AFC-C836-7D53-CC5BACB74CD9

treatment provided by

Donat

scientific name

Campanula rotundifolia L.
status

 

Campanula rotundifolia L.

Rundblättrige Glockenblume

10-40 cm hoch, mit sterilen Blattrosetten. Rhizom dünn. Stengel aufrecht oder bogig aufsteigend, am Grunde sehr kurz behaart (Haare etwa 0,2 mm lang, nach rückwärts gerichtet; 10fache Vergrößerung!), die übrige Pflanze kahl. Untere Stengelblätter ganzrandig (seltener gezähnt), schmal lanzettlich, meist breiter als 2 mm, an beiden Enden allmählich verschmälert, kaum gestielt, 8 - 20mal so lang wie breit. Blüten in einer lockeren Traube, aufrecht oder nickend. Blütenknospen aufrecht. Kelchzipfel ⅓-⅔ so lang wie die Krone, aufrecht, abstehend oder rückwärts gerichtet. Krone glockenförmig, 1-2 cm lang, blauviolett. - Blüte: Sommer und Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 34: Material aus den Alpes Maritimes (Guinochet 1942), aus den norischen Alpen, Frankreich, Skandinavien, Rußland und Grönland ( Böcher 1960), aus Italien (Gutermann in Löve und Löve 1961), von 11 verschiedenen Stellen aus Mittel- und Osteuropa (Gadella 1964), von zahlreichen Stellen aus West-, Mittel- und Nordeuropa (Kovanda 1966 1966a, an englischem Material wurden auch bis 4 B-Chromosomen gezählt). 2n = 68: Material aus botanischen Gärten (Marchal 1920), aus Grönland, Nordamerika, und vielen Orten Europas ( Böcher 1960), aus Frankreich (Hubac 1962), von 72 verschiedenen Stellen aus Europa und 34 verschiedenen botanischen Gärten (an einzelnen Pflanzen wurden bis zu 4 B-Chromosomen gezählt) (Gadella 1964), von vielen Stellen aus Polen (Bielawska 1964 1968), von vielen Orten aus Norwegen (Laane 1965 1968), von verschiedenen Stellen aus Europa (darunter auch aus dem Wallis) (Kovanda 1966 1966a, an Material aus der Slowakei, aus Dänemark und aus dem Schwarzwald wurden neben 2n = 68 auch 2n = 34 und 51 gezählt), aus Rußland ( Böcher 1966a). 2n = 102: Material von 5 Stellen aus Frankreich und der Tschechoslowakei (Gadella 1964). Nach Gadella (1964) lassen sich keine Korrelationen zwischen morphologischen Merkmalen und Chromosomenzahlen aufstellen.

Standort. Kollin und montan, selten subalpin. Mäßig trockene, nährstoffarme, humose, lehmige Böden. Wiesen, Weiden, Schutthalden, Geröll, Felsspalten, lichte Wälder.

Verbreitung. Eurasiatisch-nordamerikanische Pflanze: Europa ( nordwärts bis Island und in Skandinavien bis 71° NB; im Süden nur in Gebirgen); Asien ( südwärts bis Kaukasus, Altai und nördliche Mongolei); Grönland; Nordamerika (Alaska bis Mexiko). - Im Gebiet verbreitet und ziemlich häufig.

Darwin Core Archive (for parent article) View in SIBiLS Plain XML RDF