Hylaeus (Lambdopsis) karnaliensis, Dathe, 2010

Dathe, H. H., 2010, Studien zur Systematik und Taxonomie der Gattung Hylaeus F. (6). Arten asiatischer Hochgebirge und Anmerkungen zu weiteren asiatischen Arten 1 (Hymenoptera, Anthophila, Colletidae), Linzer biologische Beiträge 42 (1), pp. 43-80 : 58-59

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.4507146

publication LSID

lsid:zoobank.org:pub:79631ECC-AC1D-4643-AE45-F83153472FBD

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/B097733B-4F4A-41E1-BF5F-775D03219256

taxon LSID

lsid:zoobank.org:act:B097733B-4F4A-41E1-BF5F-775D03219256

treatment provided by

Felipe

scientific name

Hylaeus (Lambdopsis) karnaliensis
status

sp. nov.

13. Hylaeus (Lambdopsis) karnaliensis nov.sp. ( Fig. 48-52 View Fig )

D i a g n o s e Art der Untergattung Lambdopsis mit vergleichsweise schlankem Scapus des Männchens. Beide Geschlechter haben flache Gesichter mit auffallend mattem Integument, das beim 3 oberhalb der Scapusbasis zusätzlich eingedrückt ist. Die Gesichtsbildung erinnert teilweise an die Flächenform und die matte Skulptur von H. pfankuchi (Alfken) , der Umriss ist aber nicht kreisrund wie bei dieser Art.

B e s c h r e i b u n g:

3 M a ss e [n = 1] KL 7,50 mm, FL 5,78 mm, KIx 1,01, ScIx 1,82. – S c a p u s nur wenig erweitert; etwa 1,8mal so lang wie breit; schwarz; Fläche lang gelblich behaart. Antennengeissel lang, schwarz, unten gelbbraun. – C a p u t ( Fig. 48 View Fig ) quer elliptisch, aber unten vorgezogen; Vertex, Frons und Genae abstehend gelblich behaart; auch Clypeus behaart. Foveae faciales deutlich, oben bis auf Höhe der hinteren Ocellen verlängert. Maske weiss, reduziert bis auf einen pilzförmigen Clypeusfleck. Clypeus vorn flach ausgeschnitten. Vorderrand schwarz, untere Seitenecken deutlich abgesetzt. Basis des Clypeus fein längs gerieft, Punktierung spärlich und sehr flach. Supraclypealarea längs gerieft, apikal in eine Mittelfurche mündend; oberer Teil kurz und breit, seitlich kantig von der Frons abgehoben, aber Spitze eben in die Frons übergehend. Frons ab Fühlergruben in ganzer Breite flach eingedrückt, besonders seitlich an den Orbiten. Die Fläche im Bereich Orbiten glatt und glänzend, sonst fein längs gestreift. Über den Antennenbasen ovale, chagrinierte, seidenglänzende Flächen. Integument sonst überwiegend längsstreifig, kaum punktiert, matt; Vertex nach hinten abgeschrägt, runzlig punktiert, wenig glänzend. Occiput oben abgerundet. Genae breit, längsstreifig, kaum punktiert. Malae breit, etwa wie Scapusbasen. Labrum schwarz, mit Schwiele. Mandibeln zum Ende relativ breit, zweispitzig, lang behaart, schwarz. – T h o r a x lang depress, abgerundet; Behaarung lang und abstehend, unten weiss, oben gelblich. Färbung ganz schwarz, ohne helle Flecken auf Pronotum, Calli und Tegulae. Pronotum schmal, seine Seiten gerundet. Mesonotum nur undeutlich chagriniert, zerstreut grob aber flach punktiert, Intervalle ca. 0,5 Punktdurchmesser, matt. Scutellum gröber und zerstreuter punktiert, Intervalle seidenglänzend. Mesopleuren glatt und glänzend, dicht grob punktiert; Vorderkante gerundet. Pedes schwarz, nur Tibien I vorn und III basal weiss. Alae gebräunt, Stigma, Costa und Venen schwarz. – P r o p o d e u m lang, abschüssig überwiegend fein skulptiert, matt; mit langer weisser Behaarung. Medialarea nur basal mit kurzen Längsrunzeln, diese etwa so lang wie das Postscutellum; Zwischenräume chagriniert, matt. Terminalarea unten mit Kanten, seitlich fein längsrunzlig, mit relativ breiter, oben gut begrenzter glatter Mittelfurche. Lateralareae netzrunzlig. – M e t a s o m a schlank und langgestreckt spindelförmig, schwarz. Tergum 1 nur mit feinster Mikroskulptur, praktisch poliert und stark glänzend; nur wenige winzige, flache Punkte; Seitenfransen winzig, aber seitlich auf der Wölbung mit abstehenden Haarflecken, auch auf den folgenden Terga. Diese erkennbar gerieft und feinst punktiert, glänzend. Depressionen kaum abgesetzt, nicht aufgehellt. Sterna eben. – T e r m i n a l i a vom Lambdopsis-Typ, charakteristisch ( Fig. 50-52 View Fig ). Gonobase lang, Gonocoxite apikal herzförmig ausgerandet, Gonostyli verschmälert und zugespitzt, am Ende mit kurzen Borsten. Sternum 8 nicht als Haken gebildet, von vorn gesehen wie ein Bogen gewölbt. Apikalloben von Sternum 7 trapezförmig, seitlich eingerollt.

♀ Masse [n = 4] KL 8,11 (7,1-9,9) mm, FL 6,46 (5,9-6,8) mm, KIx 1,03 (1,0-1,1). – S c a p u s schlank; schwarz. Antennengeissel lang, dunkel, Unterseite nur wenig heller. – C a p u t ( Fig. 49 View Fig ) trapezförmig, flach; Vertex, Frons und Genae abstehend gelblich behaart. Foveae faciales deutlich, lang, oben bis auf Höhe der hinteren Ocellen verlängert, etwa konvergierend. Facies ganz schwarz. Clypeus vorn flach ausgeschnitten, untere Seitenecken deutlich abgesetzt. Fläche fein längs gerieft, Punktierung zerstreut und flach. Supraclypealarea längs gerieft, apikal in eine Mittelfurche mündend; oberer Teil kurz und breit, schildförmig, seitlich kantig von der Frons abgehoben, aber Spitze flach in die Frons übergehend. Frons über den Fühlergruben flach eingedrückt, nicht an den Orbiten. Integument über den Antennenbasen nur streifig, matt, sonst überwiegend längsstreifig und tief punktiert; Vertex nach hinten abgeschrägt, seichte Vertiefung auch um die Ocellen; runzlig punktiert, wenig glänzend. Occiput oben abgerundet. Genae sehr breit, breiter als Komplexauge, längsstreifig, kaum punktiert. Malae breit, etwa wie Scapusbasen. Labrum schwarz, mit schmaler Schwiele. Mandibeln zum Ende relativ breit, zweilappig, lang behaart, schwarz. – T h o r a x depress, lang, abgerundet; Behaarung lang und abstehend, unten weiss, oben gelblich. Färbung ganz schwarz, ohne helle Flecken auf Pronotum, Calli und Tegulae. Pronotum schmal, seine Seiten gerundet. Mesonotum nur undeutlich chagriniert, zerstreut grob aber flach punktiert, Intervalle ca. 0,5 Punktdurchmesser, matt. Scutellum gröber und zerstreuter punktiert, Intervalle seidenglänzend. Mesopleuren glatt und glänzend, dicht grob punktiert; Vorderkante gerundet. Pedes schwarz. Alae gebräunt, Stigma, Costa und Venen schwarz. – P r o p o d e u m lang, abschüssig überwiegend fein skulptiert, matt; mit langer weisser Behaarung. Medialarea nur basal mit kurzen Längsrunzeln, diese etwa so lang wie das Postscutellum; Zwischenräume chagriniert, matt. Terminalarea unten mit Kanten, seitlich fein längsrunzlig, mit relativ breiter, oben gut begrenzter glatter Mittelfurche. Lateralareae netzrunzlig. – M e t a s o m a schlank und langgestreckt spindelförmig, schwarz. Tergum 1 nur mit feinster Mikroskulptur, poliert und stark glänzend; nur wenige winzige, flache Punkte; Seitenfransen vorhanden, zusätzlich seitlich längs mit abstehenden Haarflecken, auch auf den folgenden Terga. Diese erkennbar gerieft und feinst punktiert, glänzend. Depressionen kaum abgesetzt, nicht aufgehellt. Sterna eben. Endbehaarung schwarz.

N a c h w e i s e:

Holotypus: 3 NEPAL, Prov. Karnali, Distr. Jumla: Churta E Hochtal, 29°09'N 82°31'E, 3500-3800 m, 02.06.200 7, 13, F. Creutzburg leg. Coll. DEI. – Paratypen: 2♀♀ mit gleichem Fundort wie der Holotypus; Prov. Karnali, Distr. Jumla: Gothichaur , 29°11'N 82°18'E, 2900 m, 06.06.200 7, 1♀, Gelbschale GoogleMaps ; Tamti Umgebung , 29°08'N 82°05'E, 2500-4000 m, 09.- 12.06.2007, 1♀ GoogleMaps ; alle F. Creutzburg leg. Coll. DEI /Dathe .

B l ü t e n b e s u c h u n d P h ä n o l o g i e: Keine Angaben des Sammlers. Registrierte Flugzeit: Juni.

D e r i v a t i o n o m i n i s: Benannt nach der Provinz Karnali in Nepal, in der die neue Art gefangen wurde.

DEI

Senckenberg Deutsches Entomologisches Institut

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Colletidae

Genus

Hylaeus

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