Dipsacus

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Dipsacaceae, Birkhaeuser Verlag : 341

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/DB96C575-BE2A-228E-D003-770EF7639897

treatment provided by

Donat

scientific name

Dipsacus
status

 

Dipsacus   silvéster Hudson

( D. fullonum L.   p.p.)

Wilde Karde

2 jährig; 50-200 cm hoch. Stengel aufrecht, im obern Teil verzweigt, mit 1-5 mm langen Stacheln. Grundständige Blätter kurz gestielt, oval bis lanzettlich, gezähnt, bis 30 cm lang, am Rande kurz bewimpert, sonst kahl. Stengelständige Blätter je 2 an der Basis tütenförmig miteinander verwachsen, lanzettlich, gezähnt oder ganzrandig, kahl. Blütenköpfe eiförmig bis zylindrisch, 3 - 8 cm lang, aufrecht. Hüllblätter schmal lanzettlich, bogig aufsteigend, die längeren meist länger als der Blütenkopf, am Rande ± kahl, stechend. Spreublätter kurz behaart, länger als die Blüten. Außenkelch 0,1-0,2 mm hoch. Krone lila (selten weiß); Kronröhre 8-10 mm lang. Frucht etwa 5 mm lang, gefurcht. - Blüte: Später Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 16: Material aus botanischem Garten (Poucques 1949); 2n = 18: Material aus botanischen Gärten (Kachidze 1929, Sugiura 1942), aus Polen (Skalinska et al. 1964).

Standort. Kollin und montan. Eher feuchte, lockere, nährstoffreiche, kalkhaltige, lehmige Böden. Dämme, Wegränder, Ufer, Schuttplätze.

Verbreitung. Mediterrane Pflanze: Südeuropa ( nordwärts vereinzelt und zum Teil nur verschleppt bis Südskandinavien); Südwestasien ( ostwärts bis Persien); Nordafrika, Kanaren. - Im Gebiet zerstreut, ziemlich häufig.

Bemerkungen. Der früher in der Oberrheinischen Tiefebene gelegentlich angepflanzte und auch adventiv auftretende verwandte D. sativus (L.) Scholler   hat senkrecht abstehende Hüllblätter und Spreublätter mit zurückgekrümmter Spitze, die etwa so lang wie die 13 mm langen Kronröhren sind.