Cynodon dactylon

Follak, S., 2008, Zum Auftreten einiger bemerkenswerter neophytischer Unkräuter in landwirtschaftlichen Kulturen, Linzer biologische Beiträge 40 (1), pp. 371-380 : 375

publication ID

https://doi.org/10.5281/zenodo.5427797

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/B84D5238-2F1C-A136-FF76-ACC8066EFCD8

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Cynodon dactylon
status

 

Cynodon dactylon (L.) PERS. – Finger-Hirse, Hundszahn

• Rand eines Maisfelds, Nähe Sandgrube bei Sicheldorf, Gemarkung Untere Wiesen, ca. 1,8 km von der Kirche in Sicheldorf entfernt/Radkersburg Umgebung. Zahlreiche Exemplare, teppichbildend.

Das Hundszahngras kommt in allen Bundesländern vor ( FISCHER et al. 2005), bedeutende Vorkommen gibt es in der Steiermark, im Burgenland und in Süd-Kärnten. MELZER (2005) berichtet auch von zahlreichen Fundorten von Weitersfeld a. d. Mur bis Sicheldorf. In MAURER (2006) sind weitere Fundorte für die Steiermark angegeben. C. dactylon besiedelt vorwiegend trockene Ruderalstellen, Wegränder, Bahndämme und Pflasterritzen, ist ausdauernd und bildet mit ober- und unterirdischen Ausläufern Teppiche. Das Gras kommt ursprünglich aus den Subtropen und ist daher sehr wärmebedürftig.

Als Unkraut in der Landwirtschaft ist C. dactylon eher ein "Randproblem", häufig wächst die Pflanze vom Feldrand her in die Kulturen, ein starker Besatz im Inneren des Feldes ist weitgehend auszuschliessen. Die Bedeutung für die Landwirtschaft wird deshalb in Österreich von RIES (1992) und HOLZNER & GLAUNINGER (2005) und aufgrund des niederlegenden Wuchses als eher gering eingestuft. Grundsätzlich ist aber mit einer weiteren Ausbreitung zu rechnen.

In Deutschland wurde das Auftreten von C. dactylon in Kartoffelbeständen im Jahr 2003 in Sachsen festgestellt ( MEINLSCHMIDT 2004), und insbesondere im Rheintal hat es sich in den letzten Jahren in Mais ausgebreitet. Anders als in Österreich wird das Hundszahngras dort als konkurrenzstark eingestuft. Weltweit gesehen ist C. dactylon ein gefürchtetes Ungras vor allem in tropischen Gebieten ( HOLM et al. 1997).

Kingdom

Plantae

Phylum

Tracheophyta

Class

Liliopsida

Order

Poales

Family

Poaceae

Genus

Cynodon