Abutilon theophrasti MED.

Follak, S., 2008, Zum Auftreten einiger bemerkenswerter neophytischer Unkräuter in landwirtschaftlichen Kulturen, Linzer biologische Beiträge 40 (1), pp. 371-380 : 372

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.5427797

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/B84D5238-2F19-A133-FF76-AE7504C3FA42

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Abutilon theophrasti MED.
status

 

Abutilon theophrasti MED. View in CoL – Samtpappel

• Abgeerntetes Feld am Feldweg bei der Kläranlage nach etwa 200 m auf der linken Seite/Deutsch Jahrndorf. Einige Dutzend Exemplare über das Feld verteilt.

• Maisfeld östlich von Wallern im Burgenland (Hanság). Einige Dutzend Exemplare zwischen den Maisreihen.

Die Samtpappel stammt aus China ( LI 1970) und wurde vermutlich durch verunreinigtes Gelbsenf- und Ölrettichsaatgut sowie Tierfutter nach Österreich eingeschleppt. Zahlreiche, auch ältere Funde zeigen, dass die Samtpappel schon lange in Österreich vorkommt, oft ephemer und nur in einer geringen Individuenzahl ( MELZER 1996, 2000, MELZER & BARTA 2005 und in ihnen zitierte Literaturstellen). Nach FISCHER et al. (2005) kommt die Samtpappel unbeständig vor, ist aber in "Arealausdehnung begriffen". In den Äckern spielte sie bisher kaum eine Rolle. Erst Ende der 1980er-Jahre breitete sich die wärmebedürftige Art verstärkt aus und kommt zurzeit in Mais, Zuckerrüben und Gemüsekulturen in den Bundesländern Steiermark, Burgenland, Kärnten und Niederösterreich vor. ESSL (2004) berichtet aus Oberösterreich, dass sie sich auch im östlichen Teil dieses Bundeslands zunehmend ausbreitet. In den östlichen Nachbarländern Kroatien und Ungarn hat sich A. theophrasti nach HULINA (2000) und TOTH et al. (1995) in den vergangenen 25 Jahren rasant ausgebreitet.

Die Samtpappel ist ein gefürchtetes Problemunkraut, denn sie hat viele Merkmale eines "idealen" Unkrauts und Invasoren: eine lange und ungleichmässige Keimung, eine kontinuierliche und hohe Samenproduktion und eine hohe Konkurrenzkraft gegenüber der Kulturpflanze. Nach SCHWEIZER und BRIDGE (1982) ist eine Verminderung des Zuckerrübenertrags um 30 % möglich (bei 24 A. theophrasti- Pflanzen je 30 Meter Rübenreihe). Hinzu kommt, dass viele der eingesetzten Herbizide A. theophrasti nur unzureichend erfassen.

Englische Namen sind unter anderem "Velvetleaf", "Elephant Ears", "Cottonweed", " China jute" und " Abutilon hemp". Während sich die beiden ersten auf die Morphologie der Blätter beziehen, gehen die übrigen Namen auf die frühere Nutzung der Pflanze als Faserlieferant zurück.

Kingdom

Plantae

Phylum

Tracheophyta

Class

Magnoliopsida

Order

Malvales

Family

Malvaceae

Genus

Abutilon

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