Origanum vulgare subsp. prismaticum

Melzer, H. & Barta, Th., 2008, Cerastium lucorum, das Grossfrucht-Hornkraut - neu für das Burgenland und andere Neuigkeiten zur Flora dieses Bundeslandes sowie von Wien und Niederösterreich, Linzer biologische Beiträge 40 (1), pp. 517-550: 532

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5428041

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http://treatment.plazi.org/id/955BFC06-515A-FFA1-FF49-CD1898F9D819

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scientific name

Origanum vulgare subsp. prismaticum
status

 

Origanum vulgare subsp. prismaticum   – Prisma-Echt-Dost

W: 11. Bezirk (Simmering), im südlichen Teil des Zentralfriedhofs auf einem vernachlässigten Grab ein paar Dtzd. Exemplare, 2003, ebenso im nördlichen Teil, 2007, Ba – 7864/4, 2; 23. Bezirk (Liesing), bei Kaltenleutgeben im Wienergraben am Fuss des Eichkogels auf einem kleinen Holzschlag ca. 1-2 Dtzd. Exemplare und an der Ostseite des Eichkogels in einem kleinen Steinbruch einige wenige Exemplare, 2003, Ba – 7863/3.

N: Waldviertel, auf dem Bahnhof Hötzelsdorf-Geras in einem Grünstreifen neben dem Bahnsteig mehrere Exemplare verschleppt oder verwildert, 2003, Ba – 7260/3. Steinfeld, bei Bad Fischau SE der Bahnhaltestelle Feuerwerksanstalt im Trockenrasen des Militärgeländes, 2003, Ba, Me & Ka – 8163/3. Marchfeld, bei Gross-Schweinbarth etwa E des Bahnhofs in einem gestörten Trockenrasen, 2006, Ba – 7565/4. Donautal, N vom Bahnhof Tulln an der nördlichen Uferböschung, 2006, Ba – 7662/3.

B: Neusiedler See-Gebiet, Seewinkel, bei Wallern im Hanság auf Ödland, 1985, Me – 8267/4.

Nach ADLER & MRKVICKA (2003: 518) ist in Wien nur der Gewöhnliche Echte Dost, subsp. vulgare   , bekannt. Wie in Niederösterreich z.B. südlich von Traismauer am Südhang des Spiegelberges wurden auch in Wien in Kalksburg Übergangsformen gefunden. Einen Teil der dort wachsenden Pflanzen könnte man bereits der subsp. prismaticum   zurechnen, sofern man HROUDA in SLAVÍK (2000: 652) folgen wollte: Blüten "(12-)15- 25" in den " 12-25 mm " langen Scheinähren statt "(5-) 8-12" Blüten in den nur bis " 10 mm " langen bei subsp. vulgare   ! Nach FISCHER et al. (2005: 782) sollen die verlängerten prismatischen Teilblütenstände der seltenen Unterart aber aus 20-25 Knäueln bestehen.

Vermerkt sei, dass FERNANDES & HEYWOOD in TUTIN et al. (1972: 171) die grosse Variabilität von O. vulgare   in jeder Hinsicht betonen und dass zahlreiche Varianten als gesonderte Arten oder Unterarten beschrieben wurden. Sie verweisen auf SOÓ & BORHIDI (1968: 361-364), die drei Unterarten anführen mit zahlreichen Formen. Die von uns genannte nennen sie subsp. prismaticum   , eine atlantisch-mediterrane Unterart, die kultiviert und verwildert vorkommt. FERNANDES & HEYWOOD l. c. schreiben ähnlich, dass einige Varietäten mit prismatischen Ähren von 12 – 20 mm häufig als Küchenkräuter kultiviert würden.