Solanum villosum subsp. villosum

Melzer, H. & Barta, Th., 2008, Cerastium lucorum, das Grossfrucht-Hornkraut - neu für das Burgenland und andere Neuigkeiten zur Flora dieses Bundeslandes sowie von Wien und Niederösterreich, Linzer biologische Beiträge 40 (1), pp. 517-550: 540

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5428041

DOI

http://doi.org/10.5281/zenodo.5484731

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/955BFC06-5142-FFA6-FF49-CD3E9B1ADC3D

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Solanum villosum subsp. villosum
status

 

Solanum villosum subsp. villosum   – Gelbbeeren-Nachtschatten

N: Donautal: bei Stockerau westlich des Bahnhofs Spillern an der ruderalen Böschung der Autobahn vereinzelt, 2006, Ba – 7663/2.

Diese sehr seltene und stark gefährdete Sippe wird zwar nach FISCHER et al. (2005: 714) zu den heimischen Arten Niederösterreichs gerechnet, ist aber offensichtlich "unsteten Aufenthalts". Vermerkt sei, dass wir lieber "Zotten"-Nachtschatten schreiben würden, da die Beeren, wie an unserem Exemplar, wenngleich selten, auch mennigrot sein können gleich S. alatum   . "Zottiger" Nachtschatten steht in ROTHMALER (2005: 562), ebenso in WILHALM et al. (2006: 181) als zweiter deutscher Namen.

Weiters muss bemerkt werden, dass die Abgrenzung von S. nigrum subsp. schultesii   , dem Haarigen Schwarz-Nachtschatten, der öfters grünlichgelbe Beeren trägt, schwierig ist, obwohl dieser von WEBER (1995: 422) oder auch von ŠTĚPÁNEK in SLAVÍK (2000: 266) sogar als eigene Art, S. decipiens   , bewertet wird. Auf Verwechslungsmöglichkeiten weist bereits MELZER (1996b: 129) hin, HOHLA & MELZER (2003: 1319-1320) halten die Abgrenzung der beiden Sippen für kritisch, da die angegebenen Merkmale in den verschiedenen Floren nicht übereinstimmen.