Dipsacus pilosus L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Dipsacaceae, Birkhaeuser Verlag : 341

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/8277817E-A8D2-BC04-9127-DFECC112D118

treatment provided by

Donat

scientific name

Dipsacus pilosus L.
status

 

Dipsacus pilosus L.  

( Cephalaria pilosa   [L.] Gren. et Godr.)

Behaarte Karde

2 jährig; 50-150 cm hoch. Stengel aufrecht, verzweigt, mit 1-3 mm langen, borstigen Stacheln. Grundständige Blätter lang gestielt, oval, gezähnt, spitz, am Rande kurz bewimpert und oft auch auf den Flächen zerstreut behaart. Stengelständige Blätter kurz gestielt, an der Basis kaum ver- wachsen, ungeteilt, oder gegen die Basis ott mit 1 Paar fiederartiger Abschnitte, am Rande kurz bewimpert, sonst meist kahl. Blütenköpfe kugelig, 2 - 2,5 cm im Durchmesser, vor dem Aufblühen nickend. Hüllblätter lanzettlich, dem Kopf anliegend, kaum länger als die Blüten, borstig bewimpert und sehr dicht und kurz behaart, kaum stechend, Spreublätter kurz behaart, etwa so lang wie die Blüten. Außenkelch 0,2-0,4 mm hoch. Krone gelblichweiß; Kronröhre 5-7 mm lang. Früchte etwa 5 mm lang, mit Längsrippen. - Blüte: Später Sommer und früher Herbst.

Zytologische Angaben. 2n = 18: Material aus botanischem Garten (Kachidze 1929).

Standort. Kollin, seltener montan. Feuchte, nährstoffreiche Böden in wärmeren Lagen. Weg- und Waldränder, Dämme, Schuttplätze, oft im Bereich von Auenwäldern. Cephalarietum pilosae (Tx.) Oberdorfer 1957.

Verbreitung. Europäisch-westasiatische Pflanze: Europa ( nordwärts bis England, Limburg, Südskandinavien, Weichsel, Ungarn; südwärts bis Kastilien, Oberitalien, Bulgarien); Südwestasien ( ostwärts bis Persien). - Im Gebiet zerstreut (besonders Alpensüdseite, Föhngebiete, westlicher Jura und Oberrheinische Tiefebene); ziemlich selten und unbeständig.

Bemerkungen. Die Art D. pilosus   wird oft zur Gattung Cephalaria   gestellt, da sie eine Reihe Merkmale mit dieser Gattung gemeinsam hat. Indessen steht sie auch nach zytologischen Befunden (Stellung der Chromosomentrabanten; Kachidze 1929) der Gattung Dipsacus   näher.

In neuerer Zeit tritt besonders auf Schuttplätzen eine verwandte Art ( D. strigosus Willd.   ) auf, die vielleicht auch im Gebiet anzutreffen ist. Die beiden Arten unterscheiden sich nach Poelt (1971) in folgenden Merkmalen: