Orchis militaris L.

H. E. Hess, E. Landolt & R. Hirzel, 1976, Orchidaceae, Orchideen, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 1: Pteridophyta bis Caryophyllaceae, Basel: Birkhaeuser, pp. 593-637: 630

publication ID

http://doi.org/ 10.5281/zenodo.213768

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/6E144332-0779-7B7C-BB90-7A32906C79BE

treatment provided by

Plazi

scientific name

Orchis militaris L.
status

 

8. Orchis militaris L.   LSID   ,

Helm-Orchis

Knollen View Figure kugelig oder eiförmig. Stengel 20-50 cm hoch. Untere Blätter schmal oval, 5-15 cm lang, mit der größten Breite etwa in der Mitte, 3-5mal so lang wie breit, spitz; obere Blätter den Stengel scheidenartig umfassend. Blütenstand 5-10 cm lang, zylindrisch, lockerblütig. Tragblätter häutig, schuppenförmig, stumpf, 1/5 - 1/3 so lang wie der Fruchtknoten. Blüten: Alle 5 Perigonblätter helmförmig zusammenneigend, lanzettlich, spitz, 10-12 mm lang, lila bis weiß, mit roten Nerven ; Lippe 10-15 mm lang und etwa 2/3 so breit, lila bis weiß, mit roten Flecken, bis auf 1/4 3teilig, Seitenabschnitte 1-2 mm breit, bis 8 mm lang, stumpf, ganzrandig; Mittelabschnitt weniger breit als lang, in der untern Hälfte l-2mal so breit wie die Seitenabschnitte, dann plötzlich 3-4-mal breiter werdend und 2teilig, in der Bucht meist mit kleiner Spitze, Teile spreizend, ganzrandig, oval, miteinander einen stumpfen Winkel bildend; Sporn kegelförmig, wenig gebogen, abwärts gerichtet, etwa 1 12 so lang wie der Fruchtknoten. - Blüte: Frühling.

Zytologische Angaben. 2n = 42: Material aus dem Norden Zürichs und aus Lugano; n stets 21, 2n stets 42 (Heusser 1938). Material aus Dänemark (Hagerup 1938), aus Polen (Skalinska et al. 1957), aus Holland

(Kliphuis 1963).

Standort. Kollin und montan. Stets kalkhaltige und ungedüngte, trockene oder periodisch wasserzügige, lockere bis dichte, lehmige Böden. Magerwiesen (Mesobrometen), trockene Buschwälder, feuchte Wiesen (Molinieten).

Verbreitung. Eurasiatische Pflanze: Nordgrenzc durch Südengland, Holland, Südschweden, Baltikum; Südgrenze durch Asturien, Abruzzen, Bulgarien, Krim, Kaukasus; durch Asien zwischen   50 und 60° NB ostwärts bis Baikalseegebiet. Verbreitungskarte von Meusel (1964). - Im Gebiet verbreitet, ziemlich häufig.