Campanula barbata L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 3. Plumbaginaceae bis Compositae (2 nd edition): Campanulaceae, Birkhaeuser Verlag : 384

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292249

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/6DB4A01C-CB95-A9C0-C13B-F3F1162983FF

treatment provided by

Donat

scientific name

Campanula barbata L.
status

 

Campanula barbata L.

Bärtige Glockenblume

Ausdauernd; 10-40 cm hoch. Stengel aufrecht, meist einfach, wie die Blätter rauhhaarig. Blätter lanzettlich bis schmal oval, allmählich gegen den Grund verschmälert, ungestielt, ganzrandig oder wenig tief und stumpf gezähnt. Blüten in einer einseitswendigen, 2 - 12 blütigen Traube, anfänglich aufrecht abstehend, später nickend. Kelchzipfel schmal 3eckig, rauhhaarig; zwischen den Zipfeln je 1 gegen den Kelchgrund gerichtetes herzförmiges Anhängsel. Krone glockenförmig, am Grunde bauchig erweitert, 1,5 - 3 cm lang, hell blaulila bis blau, selten weiß, außen den Nerven entlang behaart (Haare etwa 2 mm lang); Zipfel innen bärtig behaart (Haare bis 5 mm lang). Frucht behaart, nach unten gebogen, nahe dem Grunde sich mit 3 Löchern öffnend. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 34: Material unbekannter Herkunft (Marchal 1920), aus Skandinavien ( Löve und Löve 1944b, Knaben und Engelskjön 1967, Laane 1968), aus Tirol (Mattick in Tischler 1950), von 17 verschiedenen Stellen aus den Alpen, aus der Tschechoslowakei und aus Kulturen (Gadella 1964).

Standort. Subalpin und alpin, selten montan. Humusreiche, saure, magere Böden. Weiden, lichte Wälder. Nardion Br.-Bl. 1926, Festucetum Halleri Br. -Bl. 1926.

Verbreitung. Europäische Gebirgspflanze: Asturien, Alpen ( westwärts bis in die Dauphiné), Sudeten, Westkarpaten, südliches Norwegen. Verbreitungskarte von Tralau (1962). - Im Gebiet: Alpen; verbreitet und häufig.

Bemerkungen. Eine bisweilen unterschiedene Sippe ( ssp. strictopedunculata Thomas ), die sich durch aufrechte, dunkler gefärbte Blüten auszeichnet, muß auf ihren systematischen Wert geprüft werden.

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