Cirsium oleraceum

Stöhr, O., 2006, Cirsium-Hybriden im Bundesland Salzburg Cirsium-Hybriden in the province Salzburg, Linzer biologische Beiträge 38 (1), pp. 189-216: 208

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5432816

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/695D87A4-7712-470B-FF3F-FC3AFE47FA1D

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Cirsium oleraceum
status

 

Cirsium oleraceum   × spinosissimum   (C. × thomasii NAEGELI   )

C. oleraceum   × spinosissimum unterscheidet sich von C. oleraceum   durch stärker dornige, tief buchtige, z. T. fiederspaltige Laubblätter sowie durch schmälere Hochblätter, von C. spinosissimum   ist diese Hybride durch eine schwächere Bedornung und durch kürzere, mehr eiförmige Hochblätter differenziert ( WAGENITZ 1987; Abb. 15). Die dicht angeordneten Blütenköpfe und die gelben Blüten lassen auf die beide Elternarten rückschliessen, die zuweilen auftretende Mehrstängeligkeit hingegen auf C. spinosissimum   . In Mitteleuropa tritt dieser Bastard zerstreut in den Alpen auf, in Österreich war er bislang nur aus der Steiermark, Tirol und Vorarlberg bekannt ( JANCHEN 1956 -1960). Am 30. August 2005 gelang dem Verfasser der Erstfund für Salzburg ( Abb. 17 View Abb ): an einem Bachrand im Bereich von Weiderasen nahe der Anken-Hochalm im Wildgerlostal (1890m) wurden zwei Individuen zusammen mit C. spinosissimum   festgestellt, eines davon wurde als Herbarbeleg entnommen. C. oleraceum   war am Wuchsort nicht anwesend und wurde erst in rund 400m Entfernung bei 1740m Seehöhe in einem benachbarten Grünerlengebüsch festgestellt. Weitere Salzburger Vorkommen sind im Teilareal von C. spinosissimum   zu erwarten.