Chenopodium album L.

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1972, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 1. Pteridophyta bis Caryophyllaceae (2 nd edition): Registerzuband 1, Birkhaeuser Verlag : 757

publication ID

http://doi.org/ 10.5281/zenodo.291815

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/5A1F403B-A06D-6FB7-C1DD-E00FA92CE803

treatment provided by

Donat

scientific name

Chenopodium album L.
status

 

Chenopodium album L.  

Weißer Gänsefuß

1 jährig, bis über 2 m hoch, abstehend verzweigt, ± dicht mit Blasenhaaren besetzt und deshalb oft graugrün. Blätter vielgestaltig, oval, lanzettlich oder rhombisch, bis 10 cm lang, die meisten mehr als 1½ mal so lang wie breit, unregelmäßig gezähnt, oft nur mit einzelnen Zähnen oder ein Teil der Blätter ganzrandig, beiderseits von gleichem Grün. Blütenstände wie bei Ch. ficifolium, Nr.   11. Perigonblätter 5; der wulstige bis scharfe Kiel ist bei den Perigonblättern aller Blüten vorhanden. Früchte quer zur Längsrichtung abgeflacht; Same rotbraun bis schwarz, glänzend; Oberfläche ohne eingesenkte Zellen, die Wände der länglichen Zellen gelegentlich vertieft und feine Rillen bildend, sonst Same glatt. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 18: Material aus England (Maude 1939Maude 1940), aus Island ( Löve und Löve 1956b), aus Indien (Raghavan und Arora 1958). 2n = 36: Material aus Nordamerika (Witte 1947, Heiser und Whitaker 1948), aus Argentinien (Lionel 1964), aus Finnland (Sorsa 1962). 2n = 54: Material aus Schweden (Kjellmark 1934), aus England (Cole in Löve und Löve 1961), aus Kanada ( Löve und Löve 1961), aus Argentinien (Lionel 1964). Cole (1962) hat an einem großen Material aus England, Mitteleuropa (auch der Schweiz), Nordamerika, Australien und Neuseeland nur die Zahl 2n = 54 gefunden; er glaubt, daß die andern Angaben auf einer falschen Bestimmung des Untersuchungsmaterials beruhen. Mehra und Malik (1963) fanden alle 3 Chromosomensippen in Indien; Meiosen überall normal.

Standort. Kollin, montan und subalpin. Pionier auf offenen, trockenen bis feuchten, nährstoffreichen, tiefgründigen bis flachgründigen, sandigen bis lehmigen Böden. Äcker, Gärten, Schuttplätze, Wegränder, Ufer, Waldschläge, Lägerstellen.

Verbreitung. Pflanze mit weltweiter Verbreitung: Fast über die ganze Erde verbreitet, selten in tropischen und kalten Zonen. Verbreitungskarte der nördlichen Hemisphäre von Williams (1963). - Im Gebiet verbreitet, eines der häufigsten Unkräuter.

Bemerkungen. Ch. album   ist die vielgestaltigste unter unsern Chenopodium   arten. Nach Habitus, Blattform und -farbe, Dichte der Blasenhaare usw. werden viele Sippen unterschieden, die durch Übergänge verbunden sind und deren Herkunft und Verbreitung meist nicht bekannt sind. Meist dürfte es sich um junge Sippen handeln, die durch spezielle Standorte aus einer großen Population selektioniert wurden.