Molopospermum peloponnesiacum (L.) Koch

Hess, Hans Ernst, Landolt, Elias & Hirzel, Rosmarie, 1976, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 2. Nymphaceae bis Primulaceae (2 nd edition) (p. 956): Umbelliferae, Birkhaeuser Verlag : 843

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.292251

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/2AC7F642-9216-BC22-5D08-F6982E3EDF96

treatment provided by

Donat

scientific name

Molopospermum peloponnesiacum (L.) Koch
status

 

Molopospermum peloponnesiacum (L.) Koch

( M. cicutarium [Lam.] DC.)

Striemensame

Ausdauernd, bis 1,5 m hoch, meist kahl. Blätter 2-4fach gefiedert, groß; Teilblätter letzter Ordnung allmählich in eine feine Spitze ausgezogen, schmal, am Rande mit groben, vorwärts gerichteten Zähnen. Dolden 1. und 2. Ordnung vorhanden. Dolden 1. Ordnung an den Ästen quirl- oder doldenartig angeordnet (im Gebiet nur bei dieser Art, bei Peucedanum verticillare , S. 859, und gelegentlich bei Ligusticum Seguieri, S. 888, so!), mit großen, gezähnten oder geteilten, den obersten Stengelblättern ähnlichen Hochblättern 1. Ordnung; Dolden 1. Ordnung mit 15-40 Dolden 2. Ordnung. Blüten ⚥, nicht auffallend zygomorph. Kronblätter weiß, ca. 2 mm lang. Frucht oval, bis 10 mm lang und bis 7 mm breit, flach ( Fugenfläche klein!), Teilfrucht meist nur mit 3 großen, geflügelten, glatten Hauptrippen (2 der Fugenfläche benachbarte Hauptrippen und die mittlere rückenständige Hauptrippe), die beiden der mittleren rückenständigen Rippe benachbarten Hauptrippen dann nur undeutlich vortretend; Griffelpolster kegelförmig; Griffel bis 2mal so lang wie das Griffelpolster. - Blüte: Sommer.

Zytologische Angaben. 2n = 22: Material aus botanischen Gärten ( Häkansson 1953).

Standort. Montan und subalpin, selten kollin. Kalkarme ( über Kalkgestein wohl versauerte) Unterlage. Wiesen zwischen Felsblöcken, grober, ruhender Blockschutt, felsige Hänge und Felsspalten.

Verbreitung. Mittel- und südeuropäische Gebirgspflanze: Pyrenäen, Corbières, Cevennen, Südalpen ( ostwärts bis Kärnten), nördliches Jugoslawien (Krain und Küstenland). - Im Gebiet: Aostatal, (Vallon de Brissogne), Wallis ( Simplonsüdseite), südliches Tessin, Graubünden (Misox, Bergell, Puschlav), Veltlin, Grigna, Bergamasker Alpen (im obern Val Brembana häufig).

Bemerkungen. Der Hinweis auf den Peloponnes in Griechenland, der im Namen peloponnesiacum enthalten ist, ist irreführend, da die Art dort nicht vorkommt. Zur Nomenklatur vgl. Becherer (1956).

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