Megalopinus quadrimaculosus, Puthz, 2012

Puthz, V., 2012, Über die neuweltlichen Megalopinus-Arten (Coleoptera, Staphylinidae) (24. Beitrag zur Kenntnis der Megalopsidiinen), Linzer biologische Beiträge 44 (1), pp. 613-834: 721-722

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5328273

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/03D887EF-3C27-B722-FF4C-FDF375B5FC00

treatment provided by

Carolina

scientific name

Megalopinus quadrimaculosus
status

nov.sp.

Megalopinus quadrimaculosus   nov.sp. (Abb. 340)

T y p u s m a t e r i a l: Holotypus (): Bolivien Santa Cruz Dept., 3.7 km SSE Buena Vista, Hotel Flora y Fauna, 17 o 29’95’’S, 63 o 33’15’’W, Ciquitano forest, 400-440m, pyrethrum fogging fungusy logs, 5. XI. 2002, R. Leschen BOL1L02-018 (4(1)3/2(1)3). 1 - Paratypus: ibidem, primary forest, leaf litter and flood debris, 2. XI. 2002, idem BOL1L02-003 (3(1)4/3(1)3). HT und PT im KSEM.

B e s c h r e i b u n g Glänzend, schwarz, Elytren mit vier rötlichgelben Flecken wie in Abb. 98, Stirn und Pronotum grob und mässig weitläufig punktiert, Elytren mit zwei kurzen Punktreihen (vgl. o.). Kiefertaster hellbraun. Fühlerbasis rötlichbraun, die Keule braun. Beine hellbraun, die Schenkel in ihrer Apikalhälfte dunkler braun (die dunkle Färbung endet schon deutlich vor der Schenkelspitze).

L ä n g e: 3,0mm (Vorderkörperlänge: 1,8mm).

PM des HT: HW: 42, 5; DE: 25; PW: 30, 5; PL: 29; EW: 43, 5; EL: 35, 5; SL: 27.

M ä n n c h e n: 11. Fühlerglied 3,8x so lang und 1,2x so breit wie das 10. Glied. Vordersternite einfach. 8. Sternit am Hinterrand breit ausgerandet. 10. Tergit mässig fein und mässig dicht auf mikropunktiertem Grund punktiert. Aedoeagus (Abb. 340), mit einem an der Spitze kurz gesägten, starken distalen Sklerit, im Basalteil des Medianlobus mit einem langen queren Sklerit.

W e i b c h e n: Unbekannt.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e Auch diese neue Art lässt sich nur mithilfe ihres Aedoeagus sicher identifizieren.

E t y m o l o g i e: Wegen ihrer vier Elytrenmakeln nenne ich diese Art "quadrimaculosus" (Lat. = mit vier Flecken versehen).

Megalopinus monticola   nov.sp. ( Abb. 26 View Abb , 62 View Abb ) T y p u s m a t e r i a l: Holotypus (): Bolivien: La Paz, Zongo Valley, 2950m, 16o08. 69’S,

68 o 06. 99’W, cloud forest litter, 30. I. 2001, R. Anderson 017. Paratypen: 1: La Paz, Coroico, Cerro Uchumachi , 2550m, 16 o 12. 71’S, 67 o 42. 81’W, ibidem, 26. I. 2001, idem 012 GoogleMaps   ; 1: Cochabamba, Cochabamba 82 km E, Yungar (Cochabamba-Villa Tunari Road), 2100m, 17 o 11. 50’S, 65 o 53. 42’W, lower forest litter, 6. II. 1999, idem 926. HT und 1 PT im KSEM, 1 PT in cP GoogleMaps   .

B e s c h r e i b u n g Brachypter, glänzend, schwarz, Elytren rötlichgelb, Hinterrand schmal gebräunt, Punktierung reduziert. Fühlerbasis und Beine rötlichbraun, Fühlerkeule verdunkelt.

L ä n g e: 3,1-3,9mm (Vorderkörperlänge: 1,9-2,1mm).

PM des HT und des PT von Cochabamba in Klammern): HW: 47, 5 (42); DE: 30 (25, 5); PW: 36 (29, 5); PL: 37 (31); EW: 48, 5 (41); EL: 39, 5 (31, 5); SL: 32 (26).

M ä n n c h e n: Unbekannt (vermutlich makropter!).

W e i b c h e n: 11. Fühlerglied 2,6x so lang und 1,1x so breit wie das 10. Glied. 7. Tergit ohne apikalen Hautsaum.

10. Tergit fein und weitläufig auf genetztem Grund punktiert. Spermatheka ( Abb. 26 View Abb ).

Kopf etwa so breit wie de Elytren (s. o.), Stirn sehr breit, ganz eben und grob punktiert ( Abb. 62 View Abb ). Pronotum länger als breit, ohne die Spur von vorragenden Seitenzähnchen, wenig grob, weitläufig punktiert. Elytren trapezoid, mit 1-2 oder ohne Punkte.

D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e Diese neue Art fällt unter den neotropischen Gattungsvertretern durch das völlige Fehlen eines apikalen Hautsaums am 7. Tergit der Weibchen auf. Darin ähnelt sie nur dem Weibchen von M. callicerus (BERNHAUER)   , einer Art, von der ein auffälliger Sexualdimorphismus bekannt ist (vgl. BERNHAUER 1921 und L. BENICK 1952): makropter mit ausserordentlich stark verlängertem 11. Fühlerglied ( Abb. 19 View Abb ) und breitem apikalen Hautsaum am 7. Tergit, wie M. monticola   nov.sp. Die neue Art unterscheidet sich vom M. callicerus   durch ebene, fast unpunktierte Elytren (bei M. callicerus   sind zwei Punktreihen vorhanden, und zwischen diesen sind die Elytren längsbeulig aufgetrieben). Von den beiden übrigen (zumindest im) brachypteren neotropischen Arten, M. bispinus PUTHZ   und M. alticola   nov.sp., unterscheidet sie sich leicht so: vom ersteren durch dornenloses Pronotum, vom zweiten durch die Elytrenfärbung, von beiden durch das völlige Fehlen eines apikalen Hautsaums am 7. Tergit.

E t y m o l o g i e: Weil diese Art in grossen Höhen lebt, nenne ich sie "monticola" (Lat. = Berg/Gebirgsbewohner).