Icteranthidium laterale (LATREILLE, 1809)

S, Victor, Hopfenmüller, Sebastian, Schoder, Sabine, Wallner, Walter, Zettel, Herbert, Wiesbauer, Heinz, Meyer, Philipp & Pachinger, Bärbel, 2023, Hylaeus euryscapus FÖRSTER, 1871 (Hymenoptera, Apiformes) neu für Österreich und weitere Wildbienen-Neufunde für das Burgenland, Linzer biologische Beiträge 54 (2), pp. 647-661 : 655-657

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.10414653

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/03D087F6-1364-BC40-FFDC-FB1719D5810F

treatment provided by

Felipe

scientific name

Icteranthidium laterale (LATREILLE, 1809)
status

 

Icteranthidium laterale (LATREILLE, 1809) View in CoL , Steppen-Harzbiene

N a c h w e i s e: Bgl., Bez. Neusiedl am See, Apetlon , N 47°45,4', E16°50,8', westlich der Langen Lacke, 21.VIII.2020, 1♀ auf Carduus acanthoides , leg., det. & coll. W.Wallner GoogleMaps ; Bgl., Bez. Neusiedl am See, Winden am See, Hackelsberg , N 47°57,2', E 16°46,3', am 6.VIII.2021, 1♁, leg. & det. V. Scharnhorst, coll. INF BOKU GoogleMaps ; Bgl., Bez. Neusiedl am See, Illmitz am See, Seedamm nördlich der Biologischen Station , N47°47', E16°46', 135 m SH, 21.VII.2021, 1♀, leg., det. & coll. H. Wiesbauer. GoogleMaps

Im Burgenland konnte diese Art ( Abb. 8 View Abb ) in den letzten Jahren in Breitenbrunn (NSG Thenauriegel) und auf der Parndorfer Platte nachgewiesen werden ( ZETTEL et al. 2019). Zudem gibt es vom Seedamm einen älteren Fund (24.VII.1991, vgl. SCHWARZ & GUSENLEITNER 1997), der lange Zeit der einzige aus Österreich war.

Icteranthidium laterale ist zirkum-mediterran verbreitet und erreicht im Osten Mittelsibirien. Von Mitteleuropa sind nur wenige Belege aus der Südwestschweiz, Österreich und der Slowakei bekannt (SCHEUCHL & WILLNER 2016).

Die Art sammelt weitgehend oligolektisch auf Asteraceae und nutzt meist den Pollen von Disteln ( Carduus ) und Flockenblumen ( Centaurea ), auf denen sie auch in Apetlon und Winden am See gefunden wurde. In Illmitz konnte sie auch auf Feld-Mannstreu (Eryngium campestre) pollensammelnd beobachtet werden. Das Weibchen errichtet das Nest am Boden oder in einer kleinen Vertiefung und verwendet dazu – wie der deutsche Name andeutet – Harz. Das Nest besteht meist aus mehreren Brutzellen, die wabenartig aneinandergereiht werden ( GERBER 2016). Da Icteranthidium laterale bevorzugt auf härteren Substraten das Nest anlegt, war nicht klar, ob es sich beim Fund von 1991 um ein verflogenes oder bodenständiges Tier handelte. Der Umstand, dass am Seedamm ein neuerlicher Nachweis gelang, zeigt, dass auch Flugsande und andere Lockersedimente geeignete Niststandorte bieten, was auch für die Funde aus Sandgebieten in Niederösterreich bei Drösing und Oberweiden zutrifft ( ZETTEL et al. 2019, SCHODER et al. 2022).

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