Cleptes rhodosensis MÓCZÁR (: MOCZAR, 2000)

Arens, W., 2014, Die Goldwespen der Peloponnes (Hymenoptera: Chrysididae) 1. Teil: Die Gattungen Cleptes, Omalus, Holopyga, Hedychrum, Hedychridium und Euchroeus; mit Beschreibung einer neuen Cleptes-Art, Linzer biologische Beiträge 46 (1), pp. 553-621 : 611-612

publication ID

https://doi.org/ 10.5281/zenodo.5305651

persistent identifier

https://treatment.plazi.org/id/03CB87B4-1E15-FFC5-FF70-FD29A2FE8753

treatment provided by

Marcus

scientific name

Cleptes rhodosensis MÓCZÁR
status

 

Cleptes rhodosensis MÓCZÁR

Beschreibung des Pärchen von der Peloponnes (Funddaten siehe auf S. 564):

( Abb. 10 View Abb ): 6,3 mm. Kopfoberseite, Schläfen, Pronotum, Mesonotum, Scutellum und Postscutellum leuchtend rot, dabei Mesonotum und Scutellum eine Spur heller gefärbt; Querfurche des Pronotums goldgrün; Gesicht und teilweise die Stirn violettrot; Propodeum oben schwarz mit grünen Seitenpartien und einigen grünen Tupfern auf dem Mittelfeld; Mesopleuren einfarbig rot; Metapleuren grüngolden; Seitenwände und Rückwand des Propodeums schwarz. Mandibeln braun, Clypeus schwarz; Vorderfemora intensiv metallisch kupferrot, Mittel- und Hinterfemora schwärzlich; alle Tibien sowie die Fühlerglieder 2 und 3 orange; Tarsen basal orange, distal braun; Schaft und Oberseite der Fühlergeissel schwärzlich ohne Metallfarben, Geisselunterseite braun. Abdominaltergite 1-3 orange, T3 hinten, wo T4 durchscheint, dunkler; T4 schwarz ohne Metall- Reflex. Stirnfurche gut entwickelt; Ocellargruben gross und tief, minimal länger als die Ocellen (also etwas kürzer als bei Cl. mocsaryi ) und diese hinten mit einem sehr schmalen Seitenast umfassend; Ocellarfeld hinten deutlich stufig abgesetzt, dahinter eine seichte Rinne, die in die dünnen Seitenäste der Ocellargruben mündet. Occipitalleiste ebenso gut entwickelt wie bei Cl. mocsaryi . Pronotum markant gewölbt, beginnend unmittelbar vor der seichten Basalmulde; Mulde mit unauffälligem Mittelfältchen, ohne Grubenreihe, aber mit dichterer Punktierung als die Aufwölbung davor; Postscutellum flach. Kopfoberseite und Pronotum locker und ziemlich kräftig, Mesonotum und Scutellum sehr locker und deutlicher doppelt punktiert; Postscutellum ebenfalls locker punktiert; Scheibe von T1 und T2 mit einfacher Punktierung; auf T3 fast überall etwas grössere, haartragende Punkte eingestreut; T3 somit doppelt punktiert (wenig auffällig, aber eine Spur deutlicher als bei Cl. mocsaryi ) und behaart.

von der Peloponnes ( Abb. 9 View Abb ): 5,3 mm. Vorderkörper blau-grün, lediglich Furche auf dem Propodeum schwarz; helle Fleckenzeichnung nur hinten auf dem Pronotum und sehr gering auf den Mesonotum-Seitenfeldern ausgebildet; Abdomen schwarz, nur T1 und Seitenflecke vorne auf T2 orange. Vorderfemora leuchtend blaugrün, Mittel- und Hinterfemora schwarz mit blauem Metallglanz; Vorder- und Mitteltibien orange, Hintertibien orange mit geschwärzter Oberseite; Tarsen dunkel. Stirnfurche vor dem Frontocellus und über den Fühlergelenken tief, dazwischen auf dem Gesicht nur angedeutet; Ocellar- gruben ebenso gross, jedoch weniger tief als beim vom selben Fundort und in eine grössere vordere und eine kleinere hintere Vertiefung gegliedert ( Abb. 9E View Abb ); Ocellarfeld nur seicht stufig vom Scheitel abgesetzt, ohne Querrinne dahinter. Punktierung auf Kopf und Pronotum merklich zarter als beim; Pronotum nur schwach gewölbt und seine seichte Basalmulde zerstreut punktiert ( Abb. 9F View Abb ) mit auffälligerem Mittelfältchen; Punktierung auf Mesonotum, Scutellum und Postscutellum ( Abb. 9G View Abb ) sehr ähnlich wie beim; Propodeum-Skulptur wiederum merklich zarter als beim, vorne in der Mitte mit drei gröber begrenzten Maschen, ansonsten flach skulpturiert. T1 hinten auf der Scheibe mit einigen Punkten; T2 gleichförmig einfach punktiert und nur an den Seiten behaart; T3 und T4 mit einer Mischung aus haarlosen und haartragenden Punkten; auf T3 die beiden Punkttypen fast gleich gross, auf T4 deutlich grössenverschieden.

Skulptur und Punktierung sind somit sehr ähnlich wie beim, abgesehen davon, dass sie auf Kopf, Pronotum und Propodeum deutlich zarter und flacher ausgebildet sind, einschliesslich der Ocellargruben. Diese Unterschiede liegen aber im Rahmen der Variabilität, die auch bei anderen Cleptes -Arten (z. B. Cl. splendidus ; Abb. 2 View Abb ) zu beobachten ist.

Genital ( Abb. 4A View Abb /B und 9B-D): Parameren vorne nach innen abgeschrägt ( Abb. 4A View Abb /9B). Auf dem lateralen Drittel ihrer Vorderkante einige Haare (ca. 8), von denen die randständigen etwas länger sind als die zentralen. Die inneren zwei Drittel der Vorderkante unbehaart und leicht vorgewölbt ( Abb. 4A View Abb /9B). Eine vordere Zone der Parameren schwarz gesprenkelt ( Cl. mocsaryi und Cl. apollon nov.sp. dort ohne schwarze Punkte!). Die Oberseite der Parameren innen etwa in ihrer Mitte mit einer seichten, kurzen Schrägmulde (4A/9B). Penis distal kurz beborstet. Die etwa halbkreisförmige Cuspis mit einem Fächer aus langen Haaren ( Abb. 4B View Abb und 9C View Abb /D), der die Parameren vorne etwas überragt. Bei flüchtigem Hinsehen von dorsal scheint deshalb die gesamte Parameren-Vorderkante behaart zu sein.

Das ist somit leicht anhand des Genitals von Cl. apollon nov.sp. und Cl. mocsaryi zu unterscheiden. Das scheint sich vor allem durch das vollständig metallisch gefärbte Gesicht und die leuchtend metallisch gefärbten Vorderfemora auszuzeichnen, gegenüber Cl. apollon nov.sp. ausserdem durch die viel lockerere Punktierung des Postscutellums.

Vergleichsmaterial aus Kleinasien:

Das Typus- des Taxons rhodosensis MÓCZÁR, 2000 , das der einzige bisher publizierte Beleg dieses Taxons ist und von dem mir Paolo Rosa freundlicherweise Photos anfertigte, stimmt mit meinem von der Peloponnes in allen Merkmalen fast vollkommen überein. Zwei weitere kleinasiatische mit identischen Funddaten wie der Typus ( Rhodos , 30- 31.5.1979, 36.15 N / 27.56 E, 550-750m, 79/10, leg. H. Rausch) fand ich im Biologiezentrum Linz. J. Schmidt hat sie im Jahr 1979 als "? Cl. aerosus FÖRST. - " bestimmt GoogleMaps ; sie waren nicht in Móczárs Revision einbezogen. Vom Typus- und dem peloponnesischen unterscheiden sie sich durch eine viel hellere Fühlerbasis (Schaft, Pedicellus und das erste bzw. die beiden ersten Geisselglieder hell orange) sowie durch eine überwiegend grüngoldene Färbung von Scheitel und Thorax. Die Vorderfemora sind aussen metallisch grün. Am Abdomen sind T1 , T2 und die vorderen zwei Drittel von T3 hell orange gefärbt. Das Pronotum ist bei beiden vor der basalen Quermulde kräftig gewölbt. Bei einem der ist diese Wölbung durch eine tiefe, unten runzelig punktierter Längsfurche in zwei Hügel geteilt, beim anderen ist das Pronotum dort viel schwächer längs eingedrückt .

Die der sehr ähnlichen, bisher nur aus Anatolien bekannten Art Cl. pronigritus LIN- SENMAIER 1968 besitzen, im Gegensatz zu Cl. rhodosensis , offenbar stets ein weitgehend dunkles Abdomen ( LINSENMAIER 1968; MÓCZÁR 2000a).

Kingdom

Animalia

Phylum

Arthropoda

Class

Insecta

Order

Hymenoptera

Family

Chrysididae

Genus

Cleptes

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