Cerastium semidecândrum L., L.

Hans Ernst Hess, Elias Landolt & Rosmarie Hirzel, 1976, Cerastium in: Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 1. Pteridophyta bis Caryophyllaceae (2 nd edition), Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 1. Pteridophyta bis Caryophyllaceae (2 nd edition), Basel und Stuttgart: Birkhäuser Verlag, pp. 806-819: 808-809

publication ID

http://doi.org/ 10.5281/zenodo.321390

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/03C587EA-835F-FFFE-FC4C-FABBFACEFF84

treatment provided by

Plazi

scientific name

Cerastium semidecândrum L.
status

 

3. Artengruppe des Cerastium semidecândrum L.  ,

Sand-Hornkraut

1 -2 jährig, mit dünner Pfahlwurzel, ohne sterile Triebe; 5-30 cm hoch. Stengel aufrecht oder aufsteigend, am Grunde oder im obern Teil verzweigt, behaart. Blätter oval, stumpf oder spitz, kaum über 1,5 cm lang, l 1/2-^fmal so lang wie breit, behaart. Kelchblätter 3-6 mm lang, Kronblätter 1/2-2mal so lang wie die Kelchblätter, 2, 5 - 6 (bei C. ligusticum, Nr.  3d, selten bis 8) m m lang, im vordem Drittel ausgerandet, weiß. Kapsel l - l 2/ 3 mal so lang wie der Kelch. Samen 0,4-0,7 mm lang, mit kleinen, länglichen Höckern.

Die Artengruppe des C. semidecandrum  umfaßt etwa 20 vorwiegend mediterrane Arten, die teilweise (Nr. 3e -g) von L onsing (1939) m orphologisch bearbeitet wurden.

Schlüssel zur Artengruppe der Cerastium semidecandrum 

1. Mindestens die obern Blätter im Blütenstand mit häutigem Rand und auf der Oberseite kahl, die Spitze nicht oder nur wenig von den höchstens 0,8 mm langen Haaren überragt; Kelchblätter mit kaum von Haaren überragter Spitze.

2. Kronblätter */2 so lang bis wenig länger als die Kelchblätter.

3. Alle Blätter im Blütenstand mit breitem, häutigem Rand; häutiger Teil der Spitze mindestens 1/4 so lang wie das Blatt; Kronblätter nur bis auf V 10 V 7 der Länge ausgerandet ............................................................................................................................................ C. sem idecandrum

(Nr. 3 a) 3*. Untere Blätter im Blütenstand ohne oder nur mit schmalem häutigem Rand; häutiger Teil der Spitze höchstens '/ 4 so lang wie das Blatt; Kronblätter auf 1/4- 1/3 der Länge ausgerandet.

4. Untere Blätter im Blütenstand mit schmalem häutigem Rand, oberseits kahl... C. glutinosum  (Nr. 3 b) 4*. Untere Blätter im Blütenstand ohne häutigen Rand, oberseits b e h a a rt................. C. pu m ilum (Nr. 3 c)

2*. Kronblätter l 1/2-2mal so lang wie die K e lc h b lä t te r.......................................................... C. ligusticum  (Nr.3d)

1*. Alle Blätter im Blütenstand ohne häutigen Rand und oberseits ± behaart, die Spitze deut­ lich von den 0,5-2 mm langen Haaren überragt; Kelchblätter mit von Haaren überragter Spitze.

5. Fruchstiele l-3m al so lang wie der Kelch; Kronblätter am Grunde etwas bewimpert; Staubfäden meist mit wenigen Haaren.

6. Stengel (und Blütenstiele) mit abstehenden, bis 2 mm langen, mehrzelligen Haaren, im obem Teil fast immer auch mit D rüsenhaaren.................................................................. C. brachypetalum  (Nr.3 e)

6*. Stengel (und Blütenstiele) mit vorwärts anliegenden, bis 1 mm langen, mehrzelligen Haaren, ohne Drüsenhaare....................................................................................................... C. Tenoreanum (Nr. 3f)

5*. Fruchtstiele’ /j-lm a l so lang wie der Kelch; Kronblätter und Staubfäden kahl... C. glom eratum (Nr.3 g)

Bastarde

Ü ber Bastarde ist nichts Sicheres bekannt, da m ögliche Bastarde wegen der geringen Unterschiede der einzelnen Arten nur schwierig zu erkennen sind. V ielleicht sind gewisse drüsenlose Pflanzen von C. brachypetalum  h ybridogener Natur (Merkmale von C. Tenoreanum).