Cotoneaster franchettii BOIS.

Stöhr, O., Pilsl, P., Essl, F., Hohla, M. & Schröck, C., 2007, Beiträge zur Flora von Österreich, II, Linzer biologische Beiträge 39 (1), pp. 155-292: 187-188

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5407540

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/03A687C0-FFCF-FFE7-C2EE-FADAFC33FE15

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Cotoneaster franchettii BOIS.
status

 

Cotoneaster franchettii BOIS.  

Niederösterreich: Marchfeld, Strasshof an der Nordbahn, verwildert in einem Schwarzföhrenforst nahe dem Bartoschviertel, ca. 160m, 7665/4, 01.04.2004, leg./det. OS, Herbarium OS/LI.

Neu für Niederösterreich. Obwohl Cotoneaster franchettii   bereits bei SCHRATT (1990) in der Liste der vorübergehend eingeschleppten oder aus Kultur verwilderten Sippen für Niederösterreich aufscheint, wird der obige Fund hier als Erstnachweis gewertet, zumal in WALTER et al. (2002) keine entsprechenden Angaben für dieses Bundesland aufscheinen. Diese aus West-China stammende Art war bislang in Österreich gesichert nur aus Wien bekannt, wo FORSTNER & HÜBL (1971) einen Nachweis zwischen Penzing und Hütteldorf anführen. Das neu entdeckte Vorkommen in Strasshof ist insofern bemer- kenswert, als Cotoneaster franchettii   hier sehr zahlreich auftritt und bereits als lokal eingebürgert gelten muss.

Die siedlungsnahen Schwarzföhrenforste im Marchfeld sind überhaupt sehr fundträchtig, was Neophyten anbelangt. Aus ebensolchen Bereichen stammen z.B. die Nachweise von Anemone blanda   , Eranthis hyemalis   und Fritillaria imperialis   in diesem Beitrag oder die Angaben von Cotoneaster dielsianus   , C. divaricatus   , Pyracantha coccinea   , Scilla siehei   , Viburnum rhytidophyllum, Vinca   major und Yucca filamentosa bei ESSL & STÖHR (2006); auch die grossen Vorkommen von Mahonia aquifolia, die bei ESSL (2006b) durch eine Vegetationsaufnahme dokumentiert werden, sind hierbei anzuführen. Weitere interessante Neophytenfunde aus diesem Sekundärlebensraum sind absehbar.