Spiranthes spiralis

Stöhr, O., Pilsl, P., Essl, F., Hohla, M. & Schröck, C., 2007, Beiträge zur Flora von Österreich, II, Linzer biologische Beiträge 39 (1), pp. 155-292: 255

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5407540

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/03A687C0-FF8B-FFA2-C2EE-FEF5FCD4FC6F

treatment provided by

Valdenar

scientific name

Spiranthes spiralis
status

 

Spiranthes spiralis   (L.) CHEVALL.

Oberösterreich: Nördliche Kalkalpen, Windischgarstner Becken, Rading, Magerwiesen NW Gehöft Rumpelmayr, ca. 640m, 8251/4, 10.09.2006, vid. OS.

Salzburg: Flachgau, Gaisberg E Salzburg-Stadt, Oberegg, Magerweide, ca. 890m, 8244/2, 05.09.2003, vid. OS. – Tennengau, Osterhorngruppe, St. Koloman, Magerwiese S Eibl und N Zimmereckwald, ca. 940m, 8345/3, 07.10.2006, vid. OS, G. Nowotny und A. Prucker (Exkursion der Salzburger Botanischen Arbeitsgemeinschaft).

Wie auch die letzten Nachweise aus Oberösterreich und Salzburg zeigen ( ESSL et al. 2001, STÖHR et al. 2002), so ist trotz der Tatsache, dass diese Orchidee in beiden Bundesländern vom Aussterben bedroht ist (vgl. STRAUCH 1997, WITTMANN et al. 1996), mit weiteren Funden zu rechnen. Diese Annahme begründet sich darauf, dass einerseits potenzielle Lebensräume wie Magerwiesen- und weiden v.a. im Alpenraum noch verbreitet sind und andererseits Spiranthes spiralis   nur sehr schwer und binnen einer relativ kurzen Zeit im Herbst kartierbar ist. Die Neigung zur Ausbildung von grösseren Beständen, wie sie bei ESSL et al. (2001) und STÖHR et al. (2002) angeführt wird, wird auch durch das Vorkommen in Rading bestätigt, wo nach einer mündlichen Mitteilung des Grundbesitzers in guten Jahren einige hunderte Individuen von Spiranthes spiralis   auftreten können; bereits KELLER (1898) gibt die Art als "massenhaft" von einer Wiese bei Windischgasten an. Am Gaisberg und in St. Koloman unweit der Stadt Salzburg konnte zumindest je ein Bestand von 20-30 Individuen beobachtet werden.