Lasioglossum (Evylaeus) littorale subsp. colchicum, EBMER 1972, EBMER, 1972

A. W, 2014, Die nicht-parasitischen Halictidae der Insel Zypern im Vergleich zu Kreta mit einer Monographie der Lasioglossum bimaculatum-Artengruppe und einer Übersicht der Halictus nicosiae-Untergruppe (Insecta Hymenoptera Apoidea Halictidae), Linzer biologische Beiträge 46 (1), pp. 291-413: 330-331

publication ID

http://doi.org/10.5281/zenodo.5304787

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/038D87EE-705F-FF9C-ED83-EA7A4F00FEB8

treatment provided by

Marcus

scientific name

Lasioglossum (Evylaeus) littorale subsp. colchicum
status

 

L. (E.) littorale colchicum EBMER 1972  

1972 Lasioglossum littorale   colchicum EBMER, Mitt. zool. Mus. Berlin 48: 259,. Loc. typ.: Krim. Typus: Berlin.

1975 Halictus albovirens   sidensis WARNCKE, Polsk. Pismo ent. 45: 113,. Loc. typ.: Türkei, Side. Typus: Biologiezentrum Linz   ; exam. Syn. nov.

Der Holotypus von L. albovirens   sidensis gehört zu L. littorale   colchicum. Einige Paratypen der Sammlung Heinrich, jetzt Museum Aschaffenburg, die mir anfangs zur Untersuchung vorlagen ( EBMER 1976: 248) und dementsprechend synonymisiert habe, gehören zur kurzgesichtigen L. pseudolittorale ( BLÜTHGEN 1923)   , die von den Sandküsten der südlichen Türkei über Syrien, Libanon bis Israel gefunden wurde.

L. albovirens (PÉREZ 1895)   ist streng westmediterran und in der Gesichtsform durch den flachen Scheitel und das nach unten eher geradlinig verschmälerte Gesicht eindeutig von allen Formen L. littorale ( BLÜTHGEN 1923)   zu unterscheiden.

Die östliche L. littorale   colchicum ist wegen ihrer weiten Verbreitung noch nicht akut gefährdet. Von den ägäischen Inseln kenne ich folgende Funde:

Kos, E Mastichari, N36.51 E27.05, 27.5.200 3, 2, Tiefenthaler.

Samos, E Ormos Koumaikon, 30m, N37.41.52 E26.45.16, 14.4.199 9, 5, Ebmer. Ich fand trotz intensiver Suche in insgesamt vier Reisen nach Samos nur diesen einen Fundplatz, eine sandige, vom Meer etwas entfernte Zone, eine Baulücke zwischen Ferienhäusern, durch Bebauung hochgradig gefährdet. Bei späteren Reisen habe ich dort kein Exemplar mehr gefunden.

Chios, Managros, N38,4638 E25,9378, 16.5.201 2, 1, 7.6.201 2, 2, Toutsiarakis, Univ. Mytilene.

Nur auf der Insel Lesbos fand ich eine gesicherte Population östlich Kalloni, in einer Sand-Salz-Steppe an der Küste N39.12.27 E26.14.51, 10.5.200 5, 5, Ebmer, die weder als Ferienstrand noch für Folienhäuser wegen der Salzsümpfe nutzbar, und dahinter liegen ausgedehnte Meerwassersalinen. Es ist ein beliebtes Gebiet für Ornithologen zur Beobachtung von Zugvögeln, besonders Limicolen. Auch bei Aufgabe der Gewinnung von Meersalz lässt sich das Sumpfgebiet nicht bebauen. 4kmSSE Kalloni, Saline, 3.6.200 4, 1, Univ. Mytilene. Auch an der südlichen Küste des nördlichen Golfes der Insel und an der Westküste: 4,4kmSSW Eresos, 0m, N39.08.21 E25.55.12, 4.6.200 6, 1. Sigri, N39,2274 E25,8584, 26.5.201 2, 1, Univ. Mytilene.

Naxos, Naxos Alyko, 12.6.201 2, 3, Vavitsas. Naxos, Küstendünen, N37.06 E25.23, 25.7.197 5, 1, Museum Leiden.

Seit der Typenserie sah ich von dieser Seltenheit vom Kontinent noch folgende Exemplare: Türkei: Side, Malaise-Falle, 8.- 26.6.1985, 5 5, coll. Ebmer und 25 18 leg. und coll. Mohr. Antalya, Beldibi, 23.4.198 8, 9, Wolf. Zelve S Avanos, 18.7.198 4, 1, Ebmer. Östlich Anamur, 14.5.199 0, 1, Risch. Göksu-Delta S Silifke, 0m, N36.16,83 E33.56,97, 18.5.200 2, 1 1, Schmid-Egger.

Bulgarien: Varna, 5. Aug., 1, Pulawski. Sozopol, 5.7.197 7, 1, und Ropotamo, 7.7.197 7, Karas. Burgas, Arkutiono, 16.7.198 5, 1, Papp. Nessebar, Juni 1983, 1, Franke.

Rumänien: Caraorman, 12.5.196 7, 1, Weinberg, 11.5.196 8, 2, 15.5.196 8, 1 Scobiola, coll. Heinrich, Museum Aschaffenburg.