Omalus aeneus (FABRICIUS, 1787)
N a c h w e i s: ohne nähere Angaben, 6.VII.1991, leg. H. Zettel, 1♀.
Omalus aeneus ist transpaläarktisch, von Westeuropa und Nordafrika bis Japan und Taiwan verbreitet; Vorkommen in Nordamerika und Australien sind wahrscheinlich auf Verschleppung zurückzuführen (KROMBEIN 1979, KIMSEY & BOHART 1991). In Österreich ist O. aeneus aus allen Bundesländern ausser Vorarlberg nachgewiesen (z. B. KOFLER 1974, 1975, FRANZ 1982). Es handelt sich um eine sehr kleine, ziemlich häufige Goldwespenart, deren Biologie jedoch lange Zeit unbekannt blieb. Erst kürzlich berichteten PAUKKUNEN et al. (2015), dass das Weibchen seine Eier in lebende Blattläuse ( Aphidae) in den Jagdgebieten seiner Wirte legt. Als solche sind verschiedene Grabwespen aus der Unterfamilie Pemphredoninae nachgewiesen: Passaloecus corniger SHUCKARD, 1837, P. eremita KOHL, 1893, P. gracilis (CURTIS, 1834), P. singularis DAHLBOM, 1844, P. turionum DAHLBOM, 1845, Pemphredon lethifer (SHUCKARD, 1837), P. lugubris (FABRICIUS, 1793) und Psenulus pallipes (PANZER, 1797). Von diesen wurden bisher fünf Arten im Lainzer Tiergarten nachgewiesen (ZETTEL et al. 2001, und in Vorbereitung). Das in der Beute versteckte Ei wird danach vom Wirtsweibchen in sein Nest getragen, ebenso wie dies über O. biaccinctus (DU BUYSSON, 1892) berichtet wird (WINTERHAGEN 2015).
Omalus aeneus gilt bislang als ein morphologisch sehr variable Art, besonders hinsichtlich Färbung, Punktierung des Mesoscutum und Tiefe der Ausrandung am 3. Metasomatergit. Jedoch weisen bisher unveröffentlichte Studien der mitochondrialen DNA darauf hin, dass unter dem Taxon O. aeneus mehrere Arten zusammengefasst sein könnten (PAUKKUNEN et al. 2014, 2015).