Carex praecox Schreb.

Frühe Segge

Art ISFS: 92600 Checklist: 1010220 Cyperaceae Carex Carex praecox Schreb. Enthaelt: Carex praecox Schreb. subsp. praecox Carex praecox subsp. intermedia (Celak .) W. Schultze-Motel

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 15-60 cm hoch. Stängel sehr dünn, 3kantig, nur oben rau. Blätter 1-1,5 mm breit, schlaff. Blütenstand endständig, 1-2 cm lang, mit 3-6 gedrängt stehenden, 0,5- 1 cm langen Ährchen, diese unten männlich, oben weiblich. Narben 2. Deckspelzen spitz, braun, mit hellem Hautrand. Fruchtschläuche im oberen Teil geflügelt, plötzlich in den Schnabel verschmälert, 3-3,5 mm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockene, sandige Böden in warmen Lagen / kollin-montan / Sehr vereinzelt M, J, GR

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Osteuropäisch-asiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2w32+43 + 5.g.2n=58

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige, isolierte Vorkommen Ungeeignete Bewirtschaftung (Verbuschung, Zuwachsen) Rückgang von nährstoffarmen, meist sandigen Standorten Anatomie

Zusammenfassung der Blattanatomie Obere Epidermiszellen grösser als untere. Versteifungselemente linienförmig am Blattrand. Verbindungs-Steg zwischen oberer und unterer Epidermis homogen verholzt. Leitbündel im Verbindungs-Steg in der Mitte eingebettet. Leitbündelhülle nicht verholzt.

Ökologie

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

KEINE ANGABE

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Carex praecox Schreb.

Volksname Deutscher Name: Frühe Segge Nom français: Laîche précoce Nome italiano: Carice serpeggiante

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Carex praecox Schreb.Checklist 201792600
=Carex praecox Schreb.Flora Helvetica 20182697
=Carex praecox Schreb. s.l.SISF/ISFS 292600

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Kommentare aus der Checklist 2017 Wegfall des Ausdrucks s.l.: Die Art wurde bisher als "sensu lato" (s.l.) gekennzeichnet. Da die früher gleichlautende "sensu stricto-Art" (s.str.) in eine Unterart umbenannt wurde, erübrigt sich die Kennzeichnung s.l. Checklist

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ac(iii,iv)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)B2ac(iii,iv)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)B2ac(iii,iv)
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)B2ac(iii,iv)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige, isolierte Vorkommen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring, PopCount) Ungeeignete Bewirtschaftung (Verbuschung, Zuwachsen) Offener Sandstellen erhalten oder wiederherstellen Eine periodische (nicht unbedingt jährliche) extensive Beweidung mit Schafen oder Ziegen oder eine Mahd ist zu empfehlen und zufördern Eine periodische Entfernung aufkommender Gehölze gewährleisten Rückgang von nährstoffarmen, meist sandigen Standorten Wiederherstellung sandiger extensiv genutzter Standorte