Saxifraga mutata L.

Kies-Steinbrech

Art ISFS: 374400 Checklist: 1041850 Saxifragaceae Saxifraga Saxifraga mutata L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-50 cm hoch, weisshaarig, oberwärts rispig verzweigt und drüsenhaarig . Blätter lang zungenförmig, wechselständig, unten rosettig gehäuft, nach oben kleiner werdend. Blüten in weit ausladender Rispe, dunkelgelb bis orange, Kronblätter lineal-lanzettlich.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Feuchte Nagelfluh- und Sandsteinfelsen / kollin-subalpin / M in Alpennähe, vereinzelt ANZ und ANE, GR, südliches TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Alpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4w + 42-32 + 2.k.2n=26,28

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Herbizide Zerstörung des Lebensraums (Regulierung von Fliessgewässern, Verbauung kleinflächiger Hangrutschungen, Felssicherungen an Bahnlinien) Verlust des Lebensraums Konkurrenz, Verbuschung, Beschattung

Ökologie

Lebensform Monokarper Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

1.3.2 - Kalkreiche Quellflur (Cratoneurion)
3.4.1.3 - Schattige Kalkfelsflur (Cystopteridion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr feucht; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tunter-subalpin und ober-montan
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Saxifraga mutata L.

Volksname Deutscher Name: Kies-Steinbrech, Molasse-Steinbrech, Safrangelber Steinbrech Nom français: Saxifrage safranée Nome italiano: Sassifraga gialla

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Saxifraga mutata L.Checklist 2017374400
=Saxifraga mutata L.Flora Helvetica 2001888
=Saxifraga mutata L.Flora Helvetica 2012299
=Saxifraga mutata L.Flora Helvetica 2018299
=Saxifraga mutata L.Index synonymique 1996374400
=Saxifraga mutata L.Landolt 19771490
=Saxifraga mutata L.Landolt 19911254
=Saxifraga mutata L.SISF/ISFS 2374400
=Saxifraga mutata L.Welten & Sutter 1982661

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c; B2b(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)A2c; B2ab(iii)
Alpennordflanke (NA)potenziell gefährdet (Near Threatened)A2c; B2b(iii)
Alpensüdflanke (SA)potenziell gefährdet (Near Threatened)A2c; B2b(iii)
Östliche Zentralalpen (EA)verletzlich (Vulnerable)D2
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
AGVollständig geschützt(01.01.2010)
FRTeilweise geschützt(12.03.1973)
SZVollständig geschützt(24.09.1992)
Schweiz--
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
ZHVollständig geschützt(03.12.1964)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Herbizide Verbot des Einsatzes von Herbiziden Zerstörung des Lebensraums (Regulierung von Fliessgewässern, Verbauung kleinflächiger Hangrutschungen, Felssicherungen an Bahnlinien) Bei der Anlage und Unterhalt von Wegen in Bachtälern die natürliche Dynamik erhalten Ökologische Baubegleitung durch Expertinnen Frische und feuchte Nagelfluhfelsen erhalten Keine hohen Stutzmauern oder Steinschlagnetze wo es nicht absolut unumgänglich ist Verlust des Lebensraums In der unmittelbaren Umgebung der Fundstellen offene Bodenstellen schaffen, um Keimlingen die Etablierung zu ermöglichen Pionierstadien schaffen, z.B. durch das Entfernen einzelner Seggen-Horste Konkurrenz, Verbuschung, Beschattung Bei Starker Beschattung einzelne Bäume auslichten (v.a. Salix elaeagnos)