Mononchus zschokkei n. sp.

Körpergestalt mäßig schlank, das Vorderende nur wenig verschmälert. Der papillentragende Teil des Kopfendes. unmerklich abgesetzt. Mundhöhle länglich, mit einem dorsalen Zahn, welcher stets im hinteren Drittel der Mundhöhle liegt und nach vorn gerichtet ist (Fig. 1). Kleine Zähnchen oft an der Basis der Mundhöhle vorkommend. Oesophagus nach hinten nur wenig erweitert, stets 1/ 4 der Gesamtlänge ausmachend. Xervenring vor der Mitte des Oesophagus gelegen. Weibliche Geschlechtsöffnung stets beim Beginn des letzten Körperdrittels liegend. Weibliche Geschlechtsorgane paarig symmetrisch, kurz; 1 bis 2 Eier im Uterus. Schwanz beim Weibchen und Männchen kurz, zugespitzt und nach der Bauchfläche gebogen (Fig. 2). Spicula mäßig schlank, mit centralem Verdickungsstreifen in ihrer distalen Hälfte, schwach gebogen. Accessorisches Stück zweiteilig, die Spicula umfassend, ähnlich wie bei Mononchus hrachyuris Bütschli (vgl. de Man, Onderzoekingen over vrij in de aarde levende Nematoden. Tijdschr. Nederl. Dierk. Ver. Deel 11, 1876, Taf. XIII, Fig. 51). Vor dem After eine Keihe von 21 kegelförmigen Papillen (Fig. 3), Cuticula in dieser Region schräg gestreift.

Länge: 2,2—3,2 mm.

De Mansche Formel: α = 20-30, β = 4, ɣ = 20—24.

Vorkommen: In verschiedenen Gegenden der Schweizer Alpen, von 1500— 3400 m Höhe¹.

Yerwandtschaft: Mon. zschokkei zeigt unterden zehn bis jetzt aus Europa bekannten Moìionchus- Arten einzig mit Moii. parvus de Man große Verwandtschaft, er unterscheidet sich von ihm hauptsächlich durch die Lage des dorsalen Zahnes und die Körpergröße. Ferner ist meines Wissens das Männchen von Mon. parvus unbekannt, während es bei Mon. zschokkei ziemlich häufig ist. (Auf 7 ♀ ♀ fallen etwa 2 ♂♂.) Von den aussereuropäischen Arten kämen, wie mir in liebenswürdiger Weise Herr Dr. J. G. de Man (Jerseke) mitteilte, nur Mon. gymnolaimus Cobb, Mon. sunilis Cobb und Mon. rex Cobb in Betracht, bei denen der dorsale Zahn ebenfalls an der Basis der Mundhöhle liegt; doch ist bei diesen 3 Arten der Schwanz lang(γ= 5— 7, und gleicht demjenigen von Mon. macrostoma Bast.

¹ Herrn cand. phil. W. Sehmassmann, welcher mir das der Beschreibung zugrunde liegende, von ihm neulich im Lünersee Rhätikon) gefundene Männchen überließ, spreche ich meinen herzlichen Dank aus. Ebenso bin ich Herrn Prof. Dr. C. Keller in Zürich für die Überlassung eines bisher undeterminierten, aus den Alpen stammenden Materiales zu großem Danke verpflichtet.

Es sei mir gestattet, diese Art meinem verehrten Lehrer, Herrn Prof. Dr. F. Zschokke, zu widmen.