Sempervivum grandiflorum Haw.

Grossblütige Hauswurz

Art ISFS: 386900 Checklist: 1043150 Crassulaceae Sempervivum Sempervivum grandiflorum Haw.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie S. wulfenii, aber Rosettendurchmesser 4-15 cm, Rosettenblätter grün, ohne Stachel an der Spitze, meist nur diese rotbraun, überall drüsig behaart, am Rand längere Drüsenwimpern . Kronblätter 11-13(-16), 2,5-3,5mal so lang wie die Kelchblätter . Mit Harzgeruch.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Silikatfelsen / subalpin / VS, TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Südwestalpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 222-51 + 4.c.2n=80

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 3 - Hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleines Verbreitungsgebiet Kleine, isolierte Vorkommen Zerstörung des Lebensraums ( Bautätigkeit)

Ökologie

Lebensform Krautiger Chamaephyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.1.4 - Silikatfelsgrusflur des Gebirges (Sedo-Scleranthion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl Lsehr hellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tunter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin ( Arven-Lärchenwälder)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Sempervivum grandiflorum Haw.

Volksname Deutscher Name: Grossblütige Hauswurz, Gaudins Hauswurz Nom français: Joubarbe à grandes fleurs Nome italiano: Semprevivo a fiori grandi

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Sempervivum grandiflorum Haw.Checklist 2017386900
=Sempervivum grandiflorum Haw.Flora Helvetica 2001884
=Sempervivum grandiflorum Haw.Flora Helvetica 2012254
=Sempervivum grandiflorum Haw.Flora Helvetica 2018254
=Sempervivum grandiflorum Haw.Index synonymique 1996386900
=Sempervivum grandiflorum Haw.Landolt 19771452
=Sempervivum grandiflorum Haw.Landolt 19911226
=Sempervivum grandiflorum Haw.SISF/ISFS 2386900
=Sempervivum grandiflorum Haw.Welten & Sutter 1982612

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)D2

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung3 - Hoch
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
SchweizVollständig geschützt

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleines Verbreitungsgebiet Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmäßige Bestandskontrollen (Monitoring, Mission Überwachen) Regelmäßige Kontrolle in den Gebieten, in denen die Art früher vorgekommen ist Kleine, isolierte Vorkommen Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen Zerstörung des Lebensraums ( Bautätigkeit) Baumaßnahmen in der Nähe bestehender Fundstellen vermeiden Berücksichtigung der Art und ihres Lebensraums bei neuen Projekten (z.B. Staudammprojekt im Zwischenbergental)