Centaurea stoebe L. subsp. stoebe

Rheinische Flockenblume

Unterart ISFS: 100651 Checklist: 1011070 Asteraceae Centaurea Centaurea paniculata aggr. Centaurea stoebe L. Centaurea stoebe L. subsp. stoebe

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Pflanze 2 jährig, nach der Blüte keine neuen Rosetten bildend (monokarpisch), einstängelig, grauhaarig. Köpfe 7-11 mm dick. Anhängsel der Hüllblätter jederseits mit 6-10 Fransen. Pappus ca. 1/2 so lang wie die Frucht.

Standort und Verbreitung in der Schweiz Nordschweiz (Rheingebiet), SG+GR (Rheintal), sonst gelegentlich verschleppt

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2n=18

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige, isolierte Vorkommen Verwechslung mit Centaurea stoebe subsp. australis (A. Kern.) Greuter und andere Unterarten Fehlende Kenntnisse ( mögliche Hybridisierung?) Rückgang sehr trockener Ruderalflächen und halbruderaler Trockenwiesen, Verdichtung ruderaler Standorte

Ökologie

Lebensform Monokarper Hemikryptophyt, Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

KEINE ANGABE

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Kkontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Centaurea stoebe L. subsp. stoebe

Volksname Deutscher Name: Rheinische Flockenblume Nom français: Centaurée du Rhin

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Centaurea stoebe L. subsp. stoebeChecklist 2017100651
=Centaurea stoebe L. subsp. stoebeFlora Helvetica 20182229

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Kommentare aus der Checklist 2017 Neue Unterart: Die Art wurde bisher (SISF-2) nicht in Unterarten aufgeteilt oder die Unterteilung wurde bisher nicht akzeptiert. Checklist

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii); C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii); C2a(i)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii); C2a(i)
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)B2ab(iii); C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Östliche Zentralalpen (EA)verletzlich (Vulnerable)B2ab(iii); C2a(i)
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige, isolierte Vorkommen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring, PopCount) Verwechslung mit Centaurea stoebe subsp. australis (A. Kern.) Greuter und andere Unterarten Bekannte Standorte aufsuchen und Daten überprüfen Andere Populationen in geeigneten Gebieten suchen Fehlende Kenntnisse ( mögliche Hybridisierung?) Wissenschaftliche Arbeiten (Bachelor, Master) initiieren, um das Wissen über mögliche Hybridisierungen der Art mit anderen nicht-einheimischen Unterarten zu erweitern Rückgang sehr trockener Ruderalflächen und halbruderaler Trockenwiesen, Verdichtung ruderaler Standorte Fördern oder neuschaffen von sehr trockenen (kiesig sandigen) Ruderalstellen in trockenwarmen Lagen Ruderale Rasen fördern Alle paar Jahre Bodenstörungen zulassen Achtung: die an sich seltene Art kann sich auf geeigneten Standorten stark ausbreiten und sich lange halten und sich sehr dominant verhalten Mehr Informationen W. Welss, P. Reger & W. Nezadal, 2008: Zur Verbreitung von Centaurea stoebe L. subsp. stoebe und Centaurea stoebe subsp. australis (A. Kern.) Greuter ( Asteraceae) im Nürnberger Becken, RegnitzFlora - Mitteilungen des Vereins zur Erforschung der Flora des