Hieracium alpicola Steud. & Hochst.

Seidenhaariges Habichtskraut

Art ISFS: 199800 Checklist: 1022780 Asteraceae Hieracium Hieracium alpicola Steud. & Hochst.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-20 cm hoch, 1-5 köpfig, mit 2-3 Stängelblättern, ohne Ausläufer, mit bis 8 mm langen einfachen Haaren und vielen Sternhaaren, Blätter auch mit Drüsenhaaren . Grundständige Blätter schmal-lanzettlich, ganzrandig, am Grund allmählich verschmälert, die grösseren 8-20mal so lang wie breit. Hülle 8-11 mm lang. Blüten goldgelb. Früchte schwarz, 2-2,5 mm lang, mit gelblichem Pappus .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Steinige Rasen, auf kalkarmem Boden / alpin / VS

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mittel- und südosteuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 321-413.h.2n=36

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige isolierte Vorkommen, kleines Verbreitungsgebiet Zerstörung des Lebensraums ( Bautätigkeiten)

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

3.3.2.2 - Alpine Silikatschuttflur (Androsacion alpinae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig feuchtLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Talpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
Nährstoffzahl Nsehr nährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Hieracium alpicola Steud. & Hochst.

Volksname Deutscher Name: Seidenhaariges Habichtskraut, Alpenbewohnendes Habichtskraut Nom français: Epervière alpicole Nome italiano: Sparviere delle Alpi

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Hieracium alpicola Steud. & Hochst.Checklist 2017199800
=Hieracium alpicola Steud. & Hochst.Flora Helvetica 20012351
=Hieracium alpicola Steud. & Hochst.Flora Helvetica 20122339
=Hieracium alpicola Steud. & Hochst.Flora Helvetica 20182339
=Hieracium alpicola Steud. & Hochst.Index synonymique 1996199800
=Hieracium alpicola Steud. & Hochst.Landolt 19773340
=Hieracium alpicola Steud. & Hochst.Landolt 19912674
=Hieracium alpicola Steud. & Hochst.SISF/ISFS 2199800
=Hieracium alpicola Steud. & Hochst.Welten & Sutter 19821991

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C1; C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)potenziell gefährdet (Near Threatened)C1; C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige isolierte Vorkommen, kleines Verbreitungsgebiet Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Zerstörung des Lebensraums ( Bautätigkeiten) Keine neue Bautätigkeit in der näheren Umgebung von aktuellen Vorkommen zulassen Detailkartierung vorgängig an Vorhaben im Tourismus (Beschneiungsanlagen, Pistenkorrekturen, Bergstationen, Zufahrtswege, Bahnanlagen, Rodelbahnen, Spielplätze etc.) Fundbereiche grosszügig von jeglichen Baumassnahmen des Tourismus freihalten Ex situ Material Close