Hieracium caespitosum Dumort.

Rasiges Habichtskraut

Art ISFS: 200800 Checklist: 1022880 Asteraceae Hieracium Hieracium caespitosum Dumort.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie H. piloselloides, aber mit ober- oder unterirdischen Ausläufern, Gesamtblütenstand dicht kopfig, mit meist 10-30 ziemlich kleinen Köpfchen, Blüten dunkelgelb.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Feuchte Wiesen / kollin-montan / Zerstreut J, ME, ANE

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurosibirisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3w + 42-34 + 4.h.2n=18,27,36,45

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Extrem seltene Art, möglicherweise schlecht bestimmt Rückgang wechseltrockener nährstoffarmer Ruderalflächen und ruderaler wechseltrockener Magerwiesen

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.3.1 - Pfeifengraswiese (Molinion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig feucht; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Hieracium caespitosum Dumort.

Volksname Deutscher Name: Rasiges Habichtskraut, Wiesen-Habichtskraut Nom français: Epervière gazonnante Nome italiano: Sparviere palustre

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Hieracium caespitosum Dumort.Checklist 2017200800
=Hieracium caespitosum Dumort.Flora Helvetica 20012356
=Hieracium caespitosum Dumort.Flora Helvetica 20122344
=Hieracium caespitosum Dumort.Flora Helvetica 20182344
=Hieracium caespitosum Dumort.Index synonymique 1996200800
=Hieracium caespitosum Dumort.Landolt 19773331
=Hieracium caespitosum Dumort.Landolt 19912665
=Hieracium caespitosum Dumort.SISF/ISFS 2200800
=Hieracium caespitosum Dumort.Welten & Sutter 19821995

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii,iv)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii,iv)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii,iv)
Alpennordflanke (NA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Extrem seltene Art, möglicherweise schlecht bestimmt Überprüfung der kürzlich angemeldeten Populationen mit einem Experten Bestandsaufnahme der Arten in der Schweiz machen Ex-situ Vermehrung von indigenem Material und Wiederansiedlung in trocken nährstoffarmen Randbereichen von Strassen, Wegen, SBB Rückgang wechseltrockener nährstoffarmer Ruderalflächen und ruderaler wechseltrockener Magerwiesen Förderung wechseltrockener nährstoffarmer Ruderalflächen und ruderaler wechseltrockener Magerwiesen und Rasenflächen von Wegen etc. Schaffung von Pionierbiotopen in Kies- und Sandgruben sowie auf trockenen Schluffflächen Leichte Störungen fördern