Anthemis cotula L.

Stinkende Hundskamille

Art ISFS: 34800 Checklist: 1003890 Asteraceae Anthemis Anthemis cotula L.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie A. arvensis, aber unangenehm riechend, Spreublätter nur zwischen den innersten Röhrenblüten, sehr schmal, fast borstenförmig (bei den andern A.- Arten auf dem ganzen Blütenboden . Keine Spreublätter bei den ähnlichen Matricaria chamomilla Nr. 2115 und Tripleurospermum inodorum, Nr. 2117), Früchte undeutlich gerippt, aber meist dicht warzig, oft drüsig .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-10

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Äcker, Schuttplätze / kollin-montan(-subalpin) / CH, sehr zerstreut

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Ursprünglich eurasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 243-444.t.2n=18

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ackerbau mit Unkrautbekämpfung, ungünstiger Fruchtfolge, zu dichtem Bestand der Kultur. Kleine, isolierte Vorkommen

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

8.2.1.2 - Kalkreiche Getreideäcker (Caucalidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Anthemis cotula L.

Volksname Deutscher Name: Stinkende Hundskamille Nom français: Anthemis fétide Nome italiano: Camomilla fetida

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Anthemis cotula L.Checklist 201734800
=Anthemis cotula L.Flora Helvetica 20012106
=Anthemis cotula L.Flora Helvetica 20122096
=Anthemis cotula L.Flora Helvetica 20182096
=Anthemis cotula L.Index synonymique 199634800
=Anthemis cotula L.Landolt 19773164
=Anthemis cotula L.Landolt 19912543
=Anthemis cotula L.SISF/ISFS 234800
=Anthemis cotula L.Welten & Sutter 19821779

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Archeophyt: vor der Entdeckung von Amerika in der Region aufgetreten (vor 1500)

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii); C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii); C2a(i)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii); C2a(i)
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii); C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Westliche Zentralalpen (WA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ab(iii); C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ackerbau mit Unkrautbekämpfung, ungünstiger Fruchtfolge, zu dichtem Bestand der Kultur. Fruchtfolge mit 50% Getreideanteil Weder mechanische noch chemische Unkrautbbekämpfung während den Getreidejahren Regelmässige Bodenbearbeitung mit Pflug Reduktion der Stickstoffdüngung auf einen Drittel der empfohlenen Menge für die entsprechende Kultur über die ganze Fruchtfolge Gilt für alle Ackerbegleitpflanzen und die Finanzierung für die Landwirte ist möglich als BFF, Typ 16 Kleine, isolierte Vorkommen Regelmässiges Dokumentieren der Populationen Ex situ Kulturen in botanischen Gärten anlegen (Erhaltungskulturen) und Ausbringung an Stellen, wo die Art früher bekannt war Samen in einer nationalen Samenbank einlagern Mehr Informationen S. Schneider, 2017: Konzeption zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter in Luxemburg, Maßnahmen zum Erhalt - Vortrag auf dem Workshop Schutz der gefährdeten Ackerflora und -fauna, Bertrange. Organisiert von SICONA & Partnern S. Meyer et al, 2013: Ackerwildkrautschutz - Eine Bibliographie - BfN Skripten 351 J. Waymel & C. Zambettakis, 2015: Déclinaison régionale du plan national d’actions en faveur des plantes messicoles. Basse-Normandie 2015-2020. DREAL / REGION. Villers-Bocage: Conservatoire botanique national de Brest, 48 p + annexes J. Waymel, J. Buchet, C. Zambettakis, N. Valy, 2020: Déclinaison régionale du plan national d’actions en faveur des plantes messicoles (2015-2020); Liste des plantes messicoles de Normandie et Bilan des actions 2019.DREAL Normandie, Région Normandie: Con