Hieracium bauhinii Schult.

Bauhins Habichtskraut

Art ISFS: 200400 Checklist: 1022830 Asteraceae Hieracium Hieracium bauhinii Schult.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie H. piloselloides, aber mit meist langen, dünnen, oberirdischen Ausläufern .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenrasen, Dämme / kollin-montan / M, SH

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Osteuropäisch-westasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2w42-44 + 4.h.2n=36,45

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Ungeeignete Pflege (Herbizid) Verbuschung, Konkurrenz, Beschattung Kleine isolierte Vorkommen Rückgang trockener nährstoffarmer Ruderalflächen und ruderaler trockener Magerwiesen

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.2.1.2 - Kontinentaler Halbtrockenrasen (Cirsio-Brachypodion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trocken; Feuchtigkeit mässig wechselnd ( ± 1-2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Hieracium bauhinii Schult.

Volksname Deutscher Name: Bauhins Habichtskraut Nom français: Epervière de Bauhin Nome italiano: Sparviere du Bauhin

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Hieracium bauhinii Schult.Checklist 2017200400
=Hieracium bauhinii Schult.Flora Helvetica 20012354
=Hieracium bauhinii Schult.Flora Helvetica 20122342
=Hieracium bauhinii Schult.Flora Helvetica 20182342
=Hieracium bauhinii Schult.Index synonymique 1996200400
=Hieracium bauhinii Schult.Landolt 19773330
=Hieracium bauhinii Schult.Landolt 19912664
=Hieracium bauhinii Schult.SISF/ISFS 2200400
=Hieracium bauhinii Schult.Welten & Sutter 19821993

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)B2ab(iii)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)B2ab(iii)
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Ungeeignete Pflege (Herbizid) Information und Sensibilisierung von Betreibern und Eigentümern für eine angepasste Pflege (kein Herbizid, Mähen der Straßenränder nach dem Fruchtansatz) Verbuschung, Konkurrenz, Beschattung Förderung der extensiven Nutzung (z. B. Schafbeweidung), um die Konkurrenz durch Gräser zu verringern und die Schließung der Umgebung zu verhindern Entbuschen und auslichten, wenn nötig Kleine isolierte Vorkommen Mit Hilfe eines Experten die angekündigten Populationen neu bestimmen Die Hieracium-Populationen in der Umgebung überprüfen Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ex-situ Vermehrung von indigenem Material und Wiederansiedlung in trocken nährstoffarmen Randbereichen von Strassen, Wegen, SBB Rückgang trockener nährstoffarmer Ruderalflächen und ruderaler trockener Magerwiesen Förderung trockener nährstoffarmer Ruderalflächen und ruderaler trockener Magerwiesen Schaffung von Pionierbiotopen in Kies- und Sandgruben sowei auf trockenen Schluffflächen