Achillea clavenae L.

Clavenas Schafgarbe

Art ISFS: 1100 Checklist: 1000190 Asteraceae Achillea Achillea clavenae L.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-30 cm hoch, nur im Blütenstand verzweigt, grauseidig behaart, stark aromatisch. Blätter unregelmässig fiederschnittig, jederseits mit 3-6 1,5- 5 mm breiten, ganzrandigen oder 2-5zipfeligen Abschnitten und 2-5 mm breitem, geflügeltem Mittelnerv. Blütenköpfe 3-20, in lockerer Rispe, Durchmesser 1-1,8 cm, mit weissen Röhrenblüten und 5-9 weissen Zungenblüten, der ausgebreitete Teil länger als die Hülle . Hüllblätter dunkelbraun berandet. Früchte ca. 2 mm lang, ohne Pappus .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Felsige Hänge, steinige Weiden, auf Kalk und Dolomit / (subalpin-)alpin / Südliches TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Ostalpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 252-51 + 4.h.2n=18

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zuwachsen der natürlichen Habitate (Blaugrashalden in den Südalpen) Pflücken Isolierte Restpopulationen (die Schweiz ist am Rande des Verbreitungsgebiets, in den Südostalpen ist die Art nicht gefährdet)

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.3.1 - Blaugrashalde (Seslerion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl Lsehr hellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rbasisch (pH 6.5->8.5)Temperaturzahl Tunter-alpin, supra-subalpin und ober-subalpin ( Arven-Lärchenwälder)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Achillea clavenae L.

Volksname Deutscher Name: Clavenas Schafgarbe Nom français: Achillée de Clavena Nome italiano: Millefoglio di Clavena

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Achillea clavenae L.Checklist 20171100
=Achillea clavenae L.Flora Helvetica 20012112
=Achillea clavenae L.Flora Helvetica 20122102
=Achillea clavenae L.Flora Helvetica 20182102
=Achillea clavenae L.Index synonymique 19961100
=Achillea clavenae L.Landolt 19773182
=Achillea clavenae L.Landolt 19912556
=Achillea clavenae L.SISF/ISFS 21100
=Achillea clavenae L.Welten & Sutter 19821785

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i) *

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)nicht anwendbar (Not Applicable)
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i) *
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zuwachsen der natürlichen Habitate (Blaugrashalden in den Südalpen) Regelmässiges Entbuschen und Aufrechterhaltung der Bewirtschaftung Pflücken Schaffung von Mikroreservaten und Pflanzenschutzgebieten Isolierte Restpopulationen (die Schweiz ist am Rande des Verbreitungsgebiets, in den Südostalpen ist die Art nicht gefährdet) Regelmässiges Monitoring in den Tessiner Kalkalpen