Lactuca saligna L.

Weiden-Lattich

Art ISFS: 224500 Checklist: 1025560 Asteraceae Lactuca Lactuca saligna L.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Ähnlich wie L. viminea, aber grundständige Blätter buchtig gezähnt bis fiederteilig, obere schmal-lanzettlich, oft mit senkrecht gestellter Spreite, mit pfeilförmigem Grund umfassend, nicht herablaufend, Köpfe mehr als 5 blütig, Früchte mit dem Schnabel nur 7-8 mm lang, dunkelbraun, Schnabel weiss.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-10

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Äcker nach der Ernte, Weinberge, Schuttplätze / kollin / VS, südliches TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 144+44 + 4.t.2n=18

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Vorkommen Zerstörung des Lebensraums

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.6.1 - Queckenbrache (Convolvulo-Agropyrion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen1
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Lactuca saligna L.

Volksname Deutscher Name: Weiden-Lattich Nom français: Laitue à feuilles de saule Nome italiano: Lattuga salcigna

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Lactuca saligna L.Checklist 2017224500
=Lactuca saligna L.Flora Helvetica 20012315
=Lactuca saligna L.Flora Helvetica 20122283
=Lactuca saligna L.Flora Helvetica 20182283
=Lactuca saligna L.Index synonymique 1996224500
=Lactuca saligna L.Landolt 19773286
=Lactuca saligna L.Landolt 19912629
=Lactuca saligna L.SISF/ISFS 2224500
=Lactuca saligna L.Welten & Sutter 19821940

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C1; C2a(i); C2b

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2b
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2b
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)stark gefährdet (Endangered)C1; C2a(i)b
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)stark gefährdet (Endangered)C1; C2a(i)b

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
Schweiz--

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Vorkommen Regelmässige Kontrolle der Bestände Sensibilisierung der botanischen Community für diese Art (ist wahrscheinlich zu wenig häufig festgehalten) Zerstörung des Lebensraums Erhalt von ungenutzen, nicht produktiven Orten, welche wichtig für die Biodiverstität sind, aber keinen Ertrag abwerfen (zum Beispiel Queckenbrachen) Mehr Informationen S. Schneider, 2017: Konzeption zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter in Luxemburg, Maßnahmen zum Erhalt - Vortrag auf dem Workshop Schutz der gefährdeten Ackerflora und -fauna, Bertrange. Organisiert von SICONA & Partnern S. Meyer et al, 2013: Ackerwildkrautschutz - Eine Bibliographie - BfN Skripten 351