Artemisia nivalis Braun-Blanq.

Schnee-Edelraute

Art ISFS: 47500 Checklist: 1005110 Asteraceae Artemisia Artemisia nivalis Braun-Blanq.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Unterscheidet sich von A. genipi durch folgende Merkmale: Ganze Pflanze kahl (nur bei dieser A. -Art). Stängel dunkelrot überlaufen . Kopfdurchmesser nur 2-3 mm. Die Art kann zum Aggregat A. genipi gerechnet werden.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Felsspalten, Felsschutt / alpin / VS (Zermatt)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Penninisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2 + 32-514.c.2n=?

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 1 - Sehr hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 4 - Sehr hoch Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Populationen Tritt und Ratplätze auf den Gipfelgraten, Abrutschen durch den Feinschutt im Abstieg Zerstörung des Lebensraums (Infrastrukturbauten, Seilbahnen, Pistenplanien, Ausbau von Wanderwegen und Mountainbikestrecken) Massenhaftes Sammeln der Art (wie bei Artemisia genipi)

Ökologie

Lebensform Krautiger Chamaephyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

3.3.1.3 - Alpine Kalkschieferflur (Drabion hoppeanae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl FfrischLichtzahl Lsehr hellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Talpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubkontinental (niedrige relative Luftfeuchtigkeit, grosse Temperaturschwankungen, eher kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Artemisia nivalis Braun-Blanq.

Volksname Deutscher Name: Schnee-Edelraute, Schnee-Bergwermut Nom français: Genépi des neiges Nome italiano: Assenzio nivale

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Artemisia nivalis Braun-Blanq.Checklist 201747500
=Artemisia nivalis Braun-Blanq.Flora Helvetica 20012151
=Artemisia nivalis Braun-Blanq.Flora Helvetica 20122143
=Artemisia nivalis Braun-Blanq.Flora Helvetica 20182143
=Artemisia nivalis Braun-Blanq.Index synonymique 199647500
=Artemisia nivalis Braun-Blanq.Landolt 19773229
=Artemisia nivalis Braun-Blanq.Landolt 19912585
=Artemisia nivalis Braun-Blanq.SISF/ISFS 247500
=Artemisia nivalis Braun-Blanq.Welten & Sutter 19821814

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Ja

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität1 - Sehr hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung4 - Sehr hoch
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
Kantonal--
SchweizVollständig geschützt

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Populationen Alle Fundstellen schützen (Mikroreservate) Periodische Bestandeskontrollen (Monitoring) Detailkartierung am Unter- und Oberrothorn erstellen Erhaltungskultur in einem Alpengarten erstellen und Samenbank schaffen Tritt und Ratplätze auf den Gipfelgraten, Abrutschen durch den Feinschutt im Abstieg Tourismus lenken (klare Wegsignalisation) Informationstafeln über die Gefährdungsursachen aufstellen Keine Kletterrouten in Nordexposition zulassen ( brüchiger Fels) Zerstörung des Lebensraums (Infrastrukturbauten, Seilbahnen, Pistenplanien, Ausbau von Wanderwegen und Mountainbikestrecken) Keine weiteren Erschliessungen oder Ausbau durchführen Naturschutzzone schaffen Massenhaftes Sammeln der Art (wie bei Artemisia genipi) Überwachung im Gebiet durchführen (Patenschaften einrichten) Pflücker informieren und sensibilisieren Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz