Valeriana saliunca All.

Weidenblättriger Baldrian

Art ISFS: 436300 Checklist: 1048650 Caprifoliaceae Valeriana Valeriana saliunca All.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 5-15 cm hoch. Grundständige Blätter länglich verkehrt-eiförmig, 4-10 mm breit, ganzrandig, kahl, in einen kurzen Stiel verschmälert . Obere Blätter kleiner, schmal-lanzettlich, ganzrandig oder mit 1-2 Zähnen . Blütenstand dicht kopfig, von schmalen, bewimperten Hochblättern umgeben. Blüten blassrosa, meist zwittrig, 4-5,5 mm lang. Früchte 4-5 mm lang, kahl, mit 6-10 mm langen, federigen Pappusborsten.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Felsschutt, steinige Weiden, auf Kalk / (subalpin-)alpin / VS, FR (Vanil Noir)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mittel- und südwesteuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 242-413.g.2n=16

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Isolierte Vorkommen Klimaerwärmung

Ökologie

Lebensform Geophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.1.2 - Kalkfels-Pionierflur des Gebirges (Karstfluren) (Drabo-Seslerion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Talpin und nival (von der Baumgrenze bis zur Schneegrenze)
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Valeriana saliunca All.

Volksname Deutscher Name: Weidenblättriger Baldrian, Felsschutt-Baldrian Nom français: Valériane à feuilles de saule Nome italiano: Valeriana saliunca

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Valeriana saliunca All.Checklist 2017436300
=Valeriana saliunca All.Flora Helvetica 20012021
=Valeriana saliunca All.Flora Helvetica 20121955
=Valeriana saliunca All.Flora Helvetica 20181955
=Valeriana saliunca All.Index synonymique 1996436300
=Valeriana saliunca All.Landolt 19772842
=Valeriana saliunca All.Landolt 19912308
=Valeriana saliunca All.SISF/ISFS 2436300
=Valeriana saliunca All.Welten & Sutter 19821668

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2a; D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)D1
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)potenziell gefährdet (Near Threatened)B2a; D2

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Isolierte Vorkommen Regelmässiges Aufsuchen und Bestätigen der Populationen, Überprüfen der Standorte, an denen die Art ehemals bekannt war Besser informieren (Informationstafeln für Touristen, Botaniker) Überwachen von Populationen (Monitoring zum Beispiel mit der PopCount Methode von Info Flora) Wenn nötig, Ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen Klimaerwärmung Abklären, ob die Art empfindlich auf die Erwärmung im Gebirge reagiert. Ein regelmässiges Monitoring sollte rechtzeitig auf Abhnahme der Bestände hinweisen In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen G. Kozlowski, 2008: Plan d'action Valeriana saliunca (Diffusable)