Diphasiastrum complanatum (L.) Holub

Gemeiner Flachbärlapp

Art ISFS: 137900 Checklist: 1015430 Lycopodiaceae Diphasiastrum Diphasiastrum complanatum (L.) Holub

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 5-20 cm hoch. Triebe unterirdisch weit kriechend, lockere Büschel bildend. Zweige fächerförmig angeordnet, schmal geflügelt, 2-4 mm breit, Oberseite deutlich abgeflacht, grasgrün . Blätter spitzschuppig, in 4 Reihen, auf der Unterseite mehrfach kleiner als auf der Oberseite, die kantenständigen +/- abstehend. Sporangienähren zu 1-4 (meist 2) auf 2-12 cm langem, locker beblättertem Stiel.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Nadelwälder, Zwergstrauchheiden / (montan-)subalpin / GR, sonst sehr vereinzelt

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch-amerikanisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3 + 11-32 + 3.c.2n=(22,44)46(48)

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige, isolierte Vorkommen, rascher Vorkommensrückgang Beschattung, Zuwachsen des Waldes, Konkurrenz Verbuschung, Aufgabe der traditionellen Waldbewirtschaftung und (Wald-)Streunutzung, Vergandung Fehlendes Wissen über die Art Zerstörung des Lebensraums ( Terrainveränderungen, Überbauungen, Skipisten, Fichtenaufforstungen)

Ökologie

Lebensform Krautiger Chamaephyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

6.4.4 - Kalkarmer Föhrenwald (Dicrano-Pinion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Diphasiastrum complanatum (L.) Holub

Volksname Deutscher Name: Gemeiner Flachbärlapp Nom français: Lycopode aplati Nome italiano: Licopodio spianato

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Diphasiastrum complanatum (L.) HolubChecklist 2017137900
=Diphasiastrum complanatum (L.) HolubFlora Helvetica 20017
=Diphasiastrum complanatum (L.) HolubFlora Helvetica 20127
=Diphasiastrum complanatum (L.) HolubFlora Helvetica 20187
=Diphasiastrum complanatum (L.) HolubIndex synonymique 1996137900
=Diphasiastrum complanatum (L.) HolubSISF/ISFS 2137900

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c; B2ab(ii,iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)D
Alpennordflanke (NA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)D
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)stark gefährdet (Endangered)A2c; B2ab(ii,iii)
Westliche Zentralalpen (WA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige, isolierte Vorkommen, rascher Vorkommensrückgang Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring, PopCount) Förderung der Zählung der Art, auch detaillierte Suche an ehemaligen Fundstellen Beschattung, Zuwachsen des Waldes, Konkurrenz Lokal auslichten Fördern lichter Wälder durch die Forstwirtschaft Verbuschung, Aufgabe der traditionellen Waldbewirtschaftung und (Wald-)Streunutzung, Vergandung Gelände durch Pflege offenhalten (entbuschen, evtl. leicht beweiden) Traditionelle Waldbewirtschaftung beibehalten oder durch Pflegemassnahmen ersetzen Förderung der extensiven Nutzung Fehlendes Wissen über die Art Wissenschaftliche Arbeiten zu den Bedürfnissen der Arten durchführen Zerstörung des Lebensraums ( Terrainveränderungen, Überbauungen, Skipisten, Fichtenaufforstungen) Bei der Planung prioritär Rücksichtnahme auf Vorkommen der Art (aktuell und potentiell) Keine standortsfremde oder dichte Aufforstungen in aktuellen und potentiellen Fundbereichen Wiederherstellung günstiger Bedingungen um bestehende Fundstellen durch Schaffung erodierter Bodenflächen (Schneiden oder Brennen) Offene und vegetationsfreie Flächen für diese Pionierart schaffen In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen Merkblatt Artenschutz Y. Krippel & J. A. Massard, 2019: Les lycopodes ( Lycopodiaceae) au Luxembourg - notes chorologiques et liste rouge. Bulletin de la Société des naturalistes luxembourgeois 121: 53-69