Osmunda regalis L.

Königsfarn

Art ISFS: 287000 Checklist: 1032040 Osmundaceae Osmunda Osmunda regalis L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 60-200 cm hoch. Sporangienstand vom übrigen Blatt getrennt, rispig verzweigt am Ende des Blattes, dieses unter dem Sporangienstand doppelt gefiedert: Abschnitte 1. Ordnung mit 7-9 Paaren nach vorn gerichteter, länglicher, ganzrandiger oder fein gezähnter, stumpfer Abschnitte 2. Ordnung.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Buschwälder an feuchten, schattigen Stellen / kollin / TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Weltweit verbreitet

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4w + 23+342.g-h.2n=44

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige Vorkommen, kleines Verbreitungsgebiet Verlust des Lebensraums (Grundwasserabsenkung, Austrocknung, Entwässerung) Ungeeignete Pflege ( Grabenräumung oder häufige Mähen) Alterung der Populationen

Ökologie

Lebensform Geophyt, Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

6.1.1 - Erlen-Bruchwald (Alnion glutinosae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr feucht; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen1
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Ruhiges Wasser1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Osmunda regalis L.

Volksname Deutscher Name: Königsfarn, Königs-Rispenfarn Nom français: Fougère royale Nome italiano: Osmunda regale, Felce florida

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Osmunda regalis L.Checklist 2017287000
=Osmunda regalis L.Flora Helvetica 200130
=Osmunda regalis L.Flora Helvetica 201230
=Osmunda regalis L.Flora Helvetica 201830
=Osmunda regalis L.Index synonymique 1996287000
=Osmunda regalis L.Landolt 197758
=Osmunda regalis L.Landolt 199153
=Osmunda regalis L.SISF/ISFS 2287000
=Osmunda regalis L.Welten & Sutter 198230

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)nicht anwendbar (Not Applicable)
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:-weitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige Vorkommen, kleines Verbreitungsgebiet Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Verlust des Lebensraums (Grundwasserabsenkung, Austrocknung, Entwässerung) Erhaltung der letzten Bruchwaldstandorte Wiedervernässung bereits degradierter Bruchwälder Aufrechterhaltung hoher Grundwasserstände an Fundstellen, an denen die Art noch vorkommt Ungeeignete Pflege ( Grabenräumung oder häufige Mähen) Schonung von Farnen bei der Pflege von Gräben (durch Markierung) Bewusstseinsbildung und Information der für die Pflege zuständigen Firmen Alterung der Populationen Erhaltung der für die Erneuerung der Art notwendigen Helligkeit und Feuchtigkeit