Aconitum anthora L.

Giftheil-Eisenhut

Art ISFS: 3100 Checklist: 1000500 Ranunculaceae Aconitum Aconitum anthora L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 20-90 cm hoch, behaart. Blätter bis zum Grund 5-7teilig, Abschnitte mit höchstens 2 mm breiten Zipfeln. Blütenstand dicht, oft unverzweigt. Blüten gelb. Oberes Blumenblatt helmförmig, aber nicht höher als breit, darin eingeschlossen 2 lang gestielte Honigblätter . Blumenblätter nach dem Blühen die Früchtchen umschliessend, nicht abfallend. Fruchtblätter 5.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 8-9

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Weiden, felsige Hänge, auf Kalk / montan-subalpin / JS ( Dôle), südliches TI (Generoso). ( Salève, Vuache)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mittel- und südeuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 2 + 53-42 + 3.h.2n=32

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Populationen Tritt Pflücken

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

3.3.1.4 - Feinerdereiche Kalkschuttflur (Petasition paradoxi)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl FfrischLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rbasisch (pH 6.5->8.5)Temperaturzahl Tunter-subalpin und ober-montan
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Aconitum anthora L.

Volksname Deutscher Name: Giftheil-Eisenhut, Blassgelber Eisenhut Nom français: Aconit anthora Nome italiano: Aconito antora

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Aconitum anthora L.Checklist 20173100
=Aconitum anthora L.Flora Helvetica 2001137
=Aconitum anthora L.Flora Helvetica 2012132
=Aconitum anthora L.Flora Helvetica 2018132
=Aconitum anthora L.Index synonymique 19963100
=Aconitum anthora L.Landolt 19771098
=Aconitum anthora L.Landolt 1991950
=Aconitum anthora L.SISF/ISFS 23100
=Aconitum anthora L.Welten & Sutter 1982361

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: D2

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)D2
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)D
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
ZHTeilweise geschützt(03.12.1964)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Populationen Regelmässiges Überprüfen der Populationen (zum Beispiel im Rahmen von Pflanzen-Patenschaften oder Monitoring mit PopCount) Erhaltungskulturen in botanischen Gärten Aufbewahrung der Samen in einer nationalen Samenbank Tritt Auf der La Dôle und dem Monte Generoso eine bessere Besucherlenkung zum Schutz der Bestände Pflücken Mikroreservate schaffen und ein Pflückverbot durchsetzen Ex situ Material Close