Ranunculus lingua L.

Grosser Sumpf-Hahnenfuss

Art ISFS: 339400 Checklist: 1037680 Ranunculaceae Ranunculus Ranunculus lingua L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 50-150 cm hoch, reich verzweigt. Blätter ungeteilt, lanzettlich, bis 25 cm lang und 1,5 cm breit, ganzrandig oder entfernt gezähnt . Blüten gelb, Durchmesser 2-4 cm.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Teiche, Sumpfgräben, auf schlammigem Grund / kollin(-montan) / M, vereinzelt A und J

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4 + w + 33-443.g.2n=56,64,128

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums (Verlandung, Austrocknung, Uferverbauung) Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Kleine, isolierte Populationen Eutrophierung und Herbizideinsatz Konkurrenz

Ökologie

Lebensform Geophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.2.1 - Stillwasser-Röhricht (Phragmition)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fnass; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Ranunculus lingua L.

Volksname Deutscher Name: Grosser Sumpf-Hahnenfuss, Zungenblättriger Hahnenfuss Nom français: Renoncule langue, Grande douve Nome italiano: Ranuncolo delle canne

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Ranunculus lingua L.Checklist 2017339400
=Ranunculus lingua L.Flora Helvetica 2001177
=Ranunculus lingua L.Flora Helvetica 2012183
=Ranunculus lingua L.Flora Helvetica 2018183
=Ranunculus lingua L.Index synonymique 1996339400
=Ranunculus lingua L.Landolt 19771177
=Ranunculus lingua L.Landolt 19911016
=Ranunculus lingua L.SISF/ISFS 2339400
=Ranunculus lingua L.Welten & Sutter 1982413

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)
Mittelland (MP)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Alpennordflanke (NA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Alpensüdflanke (SA)verschollen, vermutlich in der Schweiz ausgestorben (Critically Endangered, Probably Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
NWVollständig geschützt(29.11.2005)
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
VSVollständig geschützt(01.01.2018)
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums (Verlandung, Austrocknung, Uferverbauung) Förderung des Rückbaus von Uferverbauungen und Umsetzung von Renaturierungen Periodisch geeignete, wenig tiefe Gewässerränder erhalten und schaffen Angepasster Grabenunterhalt Vermischung mit Pflanzen unbekannter Herkunft Falls Ansiedlungen vorgenommen werden, diese nur mit Material bekannter, lokaler Herkunft zulassen Kein Material für ex situ verwenden, das von Fundorten mit unklarer Herkunft stammt Kleine, isolierte Populationen Bekannte natürliche Populationen unbedingt erhalten (Schutzgebiet, Bewirtschaftungsverträge, Mikroreservate) Benachbarte Vorkommen vernetzen Eutrophierung und Herbizideinsatz Pufferzonen ausscheiden Konkurrenz Schilf durch die Mahd kontinuierlich zurückdrängen Aufrechterhaltung eines geeigneten Mahdregimes erforderlich (mind. 2 pro Jahr, Mai und Wintermahd) Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen H. Wildermuth, 2016: Erhaltung und Förderung gefährdeter Wasserpflanzen in den Mooren der Drumlinlandschaft Zürcher Oberland (Schweiz)