Ranunculus peltatus Schrank

Schild-Wasserhahnenfuss

Art ISFS: 339980 Checklist: 1037770 Ranunculaceae Ranunculus Ranunculus aquatilis aggr. Ranunculus peltatus Schrank Enthaelt: Ranunculus peltatus Schrank subsp. peltatus Ranunculus peltatus subsp. baudotii (Godr.) C. D. K. Cook

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Blütenstiele zur Fruchtzeit meist über 5 cm lang, den Stiel des nächsten Blattes meist überragend . Untergetauchte Blätter meist kürzer als die Internodien. Schwimmblätter meist vorhanden, bis wenig über die Mitte 3spaltig, die Zähne der Abschnitte breiter als lang. Kronblätter 7-15(-20) mm lang.

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Stehende und langsam fliessende Gewässer / kollin / J, M, TI

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Europäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 5vw + 22+334.a-k.2n=16,32,48

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Verwechslung mit Ranunculus aquatilis, Ranunculus penicillatus, Ranunculus circinatus Stoerung des Lebensraums (v.a. Wellen) Zerstörung des Lebensraums (Flusskorrektur, alluviale Abwasserreinigung, Schüttung von temporären Tümpeln) Konkurrenz (kompetitivere exotische Pflanzen) Rückgang mesotropher Gewässer durch Nährstoffeinträge

Ökologie

Lebensform Hydrophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

KEINE ANGABE

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl F--Lichtzahl L--Salzzeichen--
Reaktionszahl R--Temperaturzahl T--
Nährstoffzahl N--Kontinentalitätszahl K--

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse2 - Schwerpunktlebensraum
Ruhiges Wasser1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Ranunculus peltatus Schrank

Volksname Deutscher Name: Schild-Wasserhahnenfuss Nom français: Renoncule peltée

Nome italiano: --

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Ranunculus peltatus SchrankChecklist 2017339980
=Ranunculus peltatus SchrankFlora Helvetica 2018193

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Kommentare aus der Checklist 2017 Neues Konzept: Das Taxon wird gegenüber dem SISF-2 weiter gefasst. Umfasst R. peltatus Schrank et R. baudotii Godr., die nun als Unterarten aufgefasst werden. Checklist

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Mittelland (MP)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Alpennordflanke (NA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Alpensüdflanke (SA)ungenügende Datengrundlage (Data Deficient)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C1

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Verwechslung mit Ranunculus aquatilis, Ranunculus penicillatus, Ranunculus circinatus Durchfuehrung einer Studie über die Art und ihre Unterart, Aufstellung von Kriterien für die Bestimmung und Klärung der taxonomischen Situation Störung des Lebensraums (v.a. Wellen) Wellenbildung durch motorisierte Schifffahrt oder Ausbaggern der Uferzonen vermeiden Zerstörung des Lebensraums (Flusskorrektur, alluviale Abwasserreinigung, Schüttung von temporären Tümpeln) Verbot jeglicher Art von Arbeit in den verbleibenden günstigen Lebensräumen (Nymphaeion) Förderung einer extensiven Nutzung im Umfeld der Stillgewässer durch Biodiversitätsverträge Renaturierung bisher intensiv genutzter oder Reaktivierung stark verlandeter Gewässer Konkurrenz (kompetitivere exotische Pflanzen) Invasive Arten sorgfältig bekämpfen Rückgang mesotropher Gewässer durch Nährstoffeinträge Reduktion der Nährstoffeinträge in die Gewässer (v.a. aus Abwässern und Düngung) Schaffung von Pufferzonen Förderung der biologischen Landwirtschaft ( düngerreduzierter Landbewirtschaftung) Klärung von Abwässern