Myosurus minimus L.

Mäuseschwanz

Art ISFS: 267400 Checklist: 1029850 Ranunculaceae Myosurus Myosurus minimus L.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 3-10(-15) cm hoch, kahl. Blätter grundständig, grasähnlich, höchstens 1 mm breit und bis 6 cm lang. Blüten einzeln, endständig, hellgrün, aus fünf 3-4 mm langen, gespornten Blumenblättern, 5 zungenförmigen Honigblättern, weniger als 10 Staubblättern und zahlreichen Fruchtknoten auf einer nach dem Blühen stark verlängerten (bis 6 cm langen) Achse.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 4-5

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Brachen, Ruderalplätze, sandig-lehmige, zeitweise überschwemmte Orte / kollin / Früher M und JN, heute nur adventiv oder angesät

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch- nordamerikanisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 4w + 24+44 + 2.k-t.2n=16

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 2 - Hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Populationen Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung, Auffüllen von feuchten Stellen) Ungeeignete Landwirtschaft (Intensivierung) Herbizide Eutrophierung

Ökologie

Lebensform Monokarper Hemikryptophyt, Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.5.1 - Einjährige Schlammflur (Zwergbinsenflur) (Nanocyperion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr feucht; Feuchtigkeit stark wechselnd (mehr als ± 2 Stufen)Lichtzahl LhellSalzzeichen1
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser1 - Zusatz- oder Nebenlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Myosurus minimus L.

Volksname Deutscher Name: Mäuseschwanz Nom français: Queue de souris Nome italiano: Coda di topo

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Myosurus minimus L.Checklist 2017267400
=Myosurus minimus L.Flora Helvetica 2001144
=Myosurus minimus L.Flora Helvetica 2012200
=Myosurus minimus L.Flora Helvetica 2018200
=Myosurus minimus L.Index synonymique 1996267400
=Myosurus minimus L.Landolt 19771156
=Myosurus minimus L.Landolt 1991997
=Myosurus minimus L.SISF/ISFS 2267400
=Myosurus minimus L.Welten & Sutter 1982423

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B1ab(iii); B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B1ab(iii); B2ab(iii)
Alpennordflanke (NA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität2 - Hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Populationen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Zerstörung des Lebensraums ( Entwässerung, Auffüllen von feuchten Stellen) Keine Drainage von noch bestehenden wechselnassen Mulden Renaturierung durch Abhumisierung und Schaffung wechselnasser Pionierfluren (insbesondere an Teichen, in Kiesgruben, an nassen Riedwegen sowie an neu angelegten Teichen) Im Bereich von neuen Lebensräumen bisherige Drainage verschliessen Förderung von trockenfallenden Fischteichen, sehr feuchten extensiv genutzten Äcker mit Ausfallstellen, feuchten lückigen Trittrasen Ungeeignete Landwirtschaft (Intensivierung) Erhalten von feuchten Trittfluren im Landwirtschaftsbereich Herbizide Verzicht oder Regulierung von Herbiziden Förderung des Bio-Kulturs Eutrophierung Direkte Einzugsbereiche nicht düngen Pufferzonen einrichten Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close Mehr Informationen S. Schneider, 2017: Konzeption zum Schutz gefährdeter Ackerwildkräuter in Luxemburg, Maßnahmen zum Erhalt - Vortrag auf dem Workshop Schutz der gefährdeten Ackerflora und -fauna, Bertrange. Organisiert von SICONA & Partnern S. Meyer et al, 2013: Ackerwildkrautschutz - Eine Bibliographie - BfN Skripten 351 J. Waymel & C. Zambettakis, 2015: Déclinaison régionale du plan national d’actions en faveur des plantes messicoles. Basse-Normandie 2015-2020. DREAL / REGION. Villers-Bocage: Conservatoire botanique national de Brest, 48 p + annexes J. Waymel, J. Buchet, C. Zambettakis, N. Valy, 2020: Déclinaison régionale du plan national d’actions en faveur des plantes messicoles (2015-2020); Liste des plantes messicoles de Normandie et Bilan des actions 2019.DREAL Normandie, Région Normandie: Con