Potamogeton friesii Rupr.

Fries' Laichkraut

Art ISFS: 318800 Checklist: 1035510 Potamogetonaceae Potamogeton Potamogeton friesii Rupr.

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Vollständig untergetaucht. Stängel bis 2 m lang, verzweigt, mit stumpfen Kanten. Blätter schmal-bandförmig, 2-4 mm breit und bis 10 cm lang, kurz zugespitzt, mit feiner, aufgesetzter Spitze, 3- oder 5nervig. Blatthäutchen bis 4 cm lang, in der unteren Hälfte verwachsen. Blütenstand höchstens 1,5 cm lang, meist nicht über 8 blütig, auf bis 10 cm langem Stiel, dieser nicht dicker als der Stängel . Früchte ca. 4 mm lang, stumpf gekielt.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Stehende oder langsam fliessende Gewässer / kollin / M, vereinzelt J und A

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch-nordamerikanisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 5u43-442.a.2n=26

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Eutrophierung, Gewässerverschmutzung Verlust des Lebensraums

Ökologie

Lebensform Hydrophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

1.1.2 - Laichkrautgesellschaften (Potamion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Füberschwemmt, bzw. unter Wasser; in der Regel im Wasser untergetauchtLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tkollin ( Laubmischwälder mit Eichen)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Potamogeton friesii Rupr.

Volksname Deutscher Name: Fries' Laichkraut Nom français: Potamot de Fries Nome italiano: Brasca di Fries

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Potamogeton friesii Rupr.Checklist 2017318800
=Potamogeton friesii Rupr.Flora Helvetica 20012413
=Potamogeton friesii Rupr.Flora Helvetica 20122406
=Potamogeton friesii Rupr.Flora Helvetica 20182406
=Potamogeton friesii Rupr.Index synonymique 1996318800
=Potamogeton friesii Rupr.Landolt 1977130
=Potamogeton friesii Rupr.Landolt 1991121
=Potamogeton friesii Rupr.SISF/ISFS 2318800
=Potamogeton friesii Rupr.Welten & Sutter 19822041

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: B2ab(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)
Mittelland (MP)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)
Alpennordflanke (NA)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii)
Alpensüdflanke (SA)regional beziehungsweise in der Schweiz ausgestorben (Regionally Extinct)
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
TIVollständig geschützt(23.01.2013)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Eutrophierung, Gewässerverschmutzung Stoffeintrag reduzieren Gewässerschutzgesetz umsetzen Pufferzonen gegenüber Landwirtschaft einrichten Verlust des Lebensraums Fokus auf kleine Wasserflächen legen (Hotspots für Biodiversität) Neue Gewässer (insbesondere temporäre) schaffen Revitalisierung Fliessgewässer