Trifolium striatum L.

Gestreifter Klee

Art ISFS: 427900 Checklist: 1047730 Fabaceae Trifolium Trifolium striatum L.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 5-30 cm hoch, besonders am Grund verzweigt, dicht behaart. Blätter 3 zählig . Teilblätter verkehrt-eiförmig, fein gezähnt, vorn ausgerandet, abgerundet oder bespitzt, mit geraden Seitennerven. Blüten rosa, +/- sitzend. Blütenstände kugelig bis eiförmig, ca. 1 cm lang, endständig und einzeln in den Blattwinkeln, ungestielt. Kelchröhre aussen dicht behaart, zur Fruchtzeit aufgetrieben und mit ausgebreiteten, geraden Zähnen .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 5-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenwiesen, Felsenheiden / kollin(-montan) / Sehr zerstreut J, M (besonders am Jurafuss), AS

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Westeuropäisch-mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 1 + 32+44 + 2.t.2n=14

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Verlust des Lebensraums(Aufgabe der Weide, fehlende offene Stellen, Verbuschung) Eutrophierung und Herbizide Zerstörung des Lebensraums(Weinberg, bebaute Fläche, Einebnung des Bodenreliefs, Aufforstung, Nutzungintensivierung in Magerrasen) Kleine, isolierte Vorkommen Verlust des Lebensraums (Aufgabe der Weide, fehlende offene Stellen, Verbuschung) Zerstörung des Lebensraums (Weinberg, bebaute Fläche, Einebnung des Bodenreliefs, Aufforstung, Intensivierung in Magerrasen)

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.1.3 - Wärmeliebende Silikatfels-Pionierflur (Sedo-Veronicion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl FtrockenLichtzahl LhellSalzzeichen1
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Twarm-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Trifolium striatum L.

Volksname Deutscher Name: Gestreifter Klee Nom français: Trèfle strié Nome italiano: Trifoglio striato

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Trifolium striatum L.Checklist 2017427900
=Trifolium striatum L.Flora Helvetica 20011137
=Trifolium striatum L.Flora Helvetica 2012641
=Trifolium striatum L.Flora Helvetica 2018641
=Trifolium striatum L.Index synonymique 1996427900
=Trifolium striatum L.Landolt 19771727
=Trifolium striatum L.Landolt 19911436
=Trifolium striatum L.SISF/ISFS 2427900
=Trifolium striatum L.Welten & Sutter 1982891

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ab(iii); C1
Alpennordflanke (NA)nicht anwendbar (Not Applicable)
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)C2b; D
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ab(iv); C1

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
GEVollständig geschützt(25.07.2007)
TIVollständig geschützt(23.01.2013)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Verlust des Lebensraums(Aufgabe der Weide, fehlende offene Stellen, Verbuschung) Förderung der Störung (Beweidung im Sommerhalbjahr zeitweise intensiv mit Schafen) Schaffung von Pionierfluren auf Teilflächen durch Bodenverwundungen (Plaggen) Entbuschung (Beseitigung des Gehölzschnitts durch Abtransport oder Verbrennen) Erhaltung von Biotopen (kurze Rasenflächen, lückenhafte Wiesenflächen, Xerobromion) mit angemessener Pflege, ohne Düngung Eutrophierung und Herbizide Verbot von Düngemitteln in der Umgebung Einrichtung einer Pufferstreifen von mindestens 20-50 m Breite Zerstörung des Lebensraums(Weinberg, bebaute Fläche, Einebnung des Bodenreliefs, Aufforstung, Nutzungintensivierung in Magerrasen) Schutz des Lebensraum (Mikroreservate) Verbot oder Regulierung von Arbeiten in der Nähe von Fundstellen Verbot von intensive Nutzung (Optimal ist eine traditionelle Beweidung der Wuchsorte, die je nach Aufwuchs bis zu dreimal jährlich durchgeführt werden kann und bei der durch den Viehtritt kleinflächig offene Bodenstellen hervorgerufen werden) Kleine, isolierte Vorkommen Eventuell ex-situ Vermehrung von indigenem Material (Samen) und Wiederansiedlung an ursprünglichen (oder potentiellen) Fundstellen, Verstärkung bestehender Populationen Samen in einer nationalen Samenbank aufbewahren Verlust des Lebensraums (Aufgabe der Weide, fehlende offene Stellen, Verbuschung) Förderung der Störung (Beweidung im Sommerhalbjahr zeitweise intensiv mit Schafen) Schaffung von Pionierfluren auf Teilflächen durch Bodenverwundungen (Plaggen) Entbuschung (Beseitigung des Gehölzschnitts durch Abtransport oder Verbrennen) Erhaltung von Biotopen (kurze Rasenflächen, lückenhafte Wiesenflächen, Xerobromion) mit angemessener Pflege, ohne Düngung Zerstörung des Lebensraums (Weinberg, bebaute Fläche, Einebnung des Bodenreliefs, Aufforstung, Intensivierung in Magerrasen) Schutz des Lebensraums (Mikroreservate) Verbot oder Regulierung von Arbeiten in der Nähe von Fundstellen Verbot von intensive Nutzung (Optimal ist eine traditionelle Beweidung der Wuchsorte, die je nach Aufwuchs bis zu dreimal jährlich durchgeführt werden kann und bei der durch den Viehtritt kleinflächig offene Bodenstellen hervorgerufen werden) Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close