Genista pilosa L.

Behaarter Ginster

Art ISFS: 181700 Checklist: 1020840 Fabaceae Genista Genista pilosa L.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 10-40 cm hohes Sträuchlein mit dornen- und blattlosen älteren und beblätterten jungen Zweigen. Ganze Pflanze angedrückt seidenhaarig. Blätter ungeteilt, oval, ca. 1 cm lang. Blüten gelb, zu 1-3 in Blattwinkeln. Fahne etwa so lang wie das Schiffchen. Frucht 1,5-2,5 cm lang, anliegend bis zottig behaart.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 4-6

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenrasen, Felsen, Weiden / kollin-montan(-subalpin) / J (VD, BE bis BL), südliches TI. ( Salève, Vuache)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Westeuropäisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 221-43 + 2.z.2n=24

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Wenige isolierte Vorkommen Ungeeignete Bewirtschaftung (Intensivierung oder Aufgabe der Nutzung) Eutrophierung ( Begünstigung von konkurrenzstarken Arten) Verlust des Lebensraums (Waldsukzession, Schluss des Lebensraums)

Ökologie

Lebensform Verholzter Chamaephyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.4.1 - Subatlantische Zwergstrauchheide (Ginsterheide) (Calluno-Genistion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tunter-montan und ober-kollin
Nährstoffzahl Nsehr nährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch (hohe Luftfeuchtigkeit, geringe Temperaturschwankungen, eher milde Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Genista pilosa L.

Volksname Deutscher Name: Behaarter Ginster, Heide-Ginster Nom français: Genêt poilu Nome italiano: Ginestra tubercolosa

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Genista pilosa L.Checklist 2017181700
=Genista pilosa L.Flora Helvetica 20011083
=Genista pilosa L.Flora Helvetica 2012523
=Genista pilosa L.Flora Helvetica 2018523
=Genista pilosa L.Index synonymique 1996181700
=Genista pilosa L.Landolt 19771679
=Genista pilosa L.Landolt 19911403
=Genista pilosa L.SISF/ISFS 2181700
=Genista pilosa L.Welten & Sutter 1982790

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)stark gefährdet (Endangered)B2ab(iii); D
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--
BLVollständig geschützt(01.01.2012)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Wenige isolierte Vorkommen Schutz der Fundstellen (Mikroreservate) Regelmässige Bestandeskontrollen (Monitoring) Ungeeignete Bewirtschaftung (Intensivierung oder Aufgabe der Nutzung) Förderung und Erhaltung der traditionellen extensiven Nutzung Bewirtschaftungsverträge abschliessen Beibehaltung der traditionellen Nutzung von Weiden mit geringer Produktivität Eutrophierung ( Begünstigung von konkurrenzstarken Arten) Verbot der Verwendung von Düngemitteln in diesen typischen nährstoffarmen Gebieten Verlust des Lebensraums (Waldsukzession, Schluss des Lebensraums) Rückkehr des Waldes vermeiden Offenhalten der Zwergstrauchheiden Auflichtung von Waldsäumen Ex situ Material Close