Trigonella monspeliaca L.

Französischer Bockshornklee

Art ISFS: 428500 Checklist: 1047810 Fabaceae Trigonella Trigonella monspeliaca L.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 5-20(-30) cm hoch, niederliegend oder aufsteigend, kurz anliegend behaart. Blätter 3 zählig, Teilblätter verkehrt-eiförmig, 0,4- 1 cm lang, vorn spitz gezähnelt, das mittlere gestielt. Blüten hellgelb, 3-4 mm lang, zu 4-14 in +/- sitzenden Köpfen in den Blattwinkeln. Frucht +/- zylindrisch, 8-15 mm lang und 1-2 mm dick, etwas aufwärts gekrümmt .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 3-5

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Trockenwarme Hügel / kollin-montan / VS (mittleres Rhonetal)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Mediterran

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 133-455.t.2n=16

Status

Status IUCN: Verletzlich

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Herbizide oder Dauerbegrünung im Weinberg Verlust von Lebensraum (fehlende Ruderalstellen in der Felsensteppe) Wenige, isolierte Vorkommen

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

4.2.1.1 - Inneralpine Felsensteppe (Stipo-Poion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fsehr trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Tsehr warm-kollin (nur an wärmsten Stellen, Hauptverbreitung in Südeuropa)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Kkontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Trigonella monspeliaca L.

Volksname Deutscher Name: Französischer Bockshornklee Nom français: Trigonelle de Montpellier Nome italiano: Fieno greco di Montpellier

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Trigonella monspeliaca L.Checklist 2017428500
=Trigonella monspeliaca L.Flora Helvetica 20011096
=Trigonella monspeliaca L.Flora Helvetica 2012615
=Trigonella monspeliaca L.Flora Helvetica 2018615
=Trigonella monspeliaca L.Index synonymique 1996428500
=Trigonella monspeliaca L.Landolt 19771748
=Trigonella monspeliaca L.Landolt 19911450
=Trigonella monspeliaca L.SISF/ISFS 2428500
=Trigonella monspeliaca L.Welten & Sutter 1982869

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Verletzlich

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)verletzlich (Vulnerable)C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf1 - Möglicher (unsicherer) Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Herbizide oder Dauerbegrünung im Weinberg Reduzierter Herbizideinsatz und Verzicht auf Dauerbegrünung (wenn Herbizideinsatz nicht zu früh ist, dann kann die Art ihren Zyklus vorgängig abschließen) Verlust von Lebensraum (fehlende Ruderalstellen in der Felsensteppe) Störungen in Felsensteppen zulassen (zum Beispiel mit extensiver Beweidung) Wenige, isolierte Vorkommen Regelmässige Überprüfung der Gebiete mit Vorkommen Eventuell ex-situ Vermehrung und Ausbringung in geeigneten Weinbergen Samen in einer nationalen Samenbank aufbewahren Ex situ Material Close