Utricularia intermedia Hayne

Mittlerer Wasserschlauch

Art ISFS: 433800 Checklist: 1048400 Lentibulariaceae Utricularia Utricularia intermedia aggr. Utricularia intermedia Hayne

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): Sprosse 10-60 cm lang,. Schläuche im Unterschied zu Nr. 1809-1812 nicht an den Blättern, sondern an besonderen, meist im Schlamm verankerten blattlosen Sprossen. Blattzipfel fein bandförmig, stumpf, mit aufgesetzter Spitze, jederseits mit 2-10 feinen Zähnchen die kaum aus dem Blattrand herausragen. Blüten hellgelb, selten ausgebildet. Oberlippe flach ausgebreitet. Sporn länglich-kegelförmig, 7-10 mm lang, fast so lang wie die Unterlippe.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Teiche, Torfgräben, Moorschlenken / kollin-montan / M, vereinzelt J (NE) und AN (VD)

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Eurasiatisch-nordamerikanisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 5u42-43 + 3.a-s.ff.2n=44

Status

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Nationale Priorität: 1 - Sehr hohe nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Zerstörung des Lebensraums Verbuschung Uferrand, fehlender Unterhalt, Beschattung Hochmoorregeneration

Ökologie

Lebensform Hydrophyt, Pleustophyt, Carnivor

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

2.1.1 - Moortümpelgesellschaft (Sphagno-Utricularion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Füberschwemmt, bzw. unter Wasser; in der Regel im Wasser untergetauchtLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rneutral bis basisch (pH 5.5-8.5)Temperaturzahl Tunter-montan und ober-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffarmKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser2 - Schwerpunktlebensraum
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Utricularia intermedia Hayne

Volksname Deutscher Name: Mittlerer Wasserschlauch Nom français: Utriculaire intermédiaire Nome italiano: Erba vescica intermedia

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Utricularia intermedia HayneChecklist 2017433800
=Utricularia intermedia HayneFlora Helvetica 20011885
=Utricularia intermedia HayneFlora Helvetica 20121813
=Utricularia intermedia HayneFlora Helvetica 20181813
=Utricularia intermedia HayneIndex synonymique 1996433800
=Utricularia intermedia HayneLandolt 19772753
=Utricularia intermedia HayneLandolt 19912239
=Utricularia intermedia HayneSISF/ISFS 2433800
=Utricularia intermedia HayneWelten & Sutter 19821595

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Vom Aussterben bedroht

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A3c

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A3c
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A3c
Alpennordflanke (NA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)A3c
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)--
Westliche Zentralalpen (WA)--

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität1 - Sehr hohe nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände2 - Überwachung ist nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
AGVollständig geschützt(01.01.2010)
TGVollständig geschützt(01.01.2018)
Schweiz--
VDVollständig geschützt(02.03.2005)

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Zerstörung des Lebensraums Erhalt von Moortümpeln Wasserhaushalt stabilisieren und an einigen Fundstellen lokal vernässen Wenn Vorkommen aussserhalb von Schutzgebieten und inventarisierten Mooren sind, Einrichten von Mikroreservaten. Verbuschung Uferrand, fehlender Unterhalt, Beschattung Unterhalt der Standorte auf die ökologischen Ansprüche der Art ausrichten ( Savièse) Offenhalten der Moorfläche Entbuschen Eandlich ausholzen Hochmoorregeneration Moorregeneration auf Art ausrichten Wechselnder Wasserstand förderlich, bei flachen Überschwemmung optimale Ausbreitung durch Triebvermehrung und Turionen Mehr Informationen A. Feischmann & J. Schlauer, 2014: Die Gattung Utricularia in Bayern. Berichte der Bayerischen Botanischen Gesellschaft 84: 65-90 Y. Ferrez & M. Andre, 2004: Connaissance de la flore rare ou menacée de Franche-Comté, Utricularia du groupe intermedia s.l., CBFC, 12p.