Geranium divaricatum Ehrh.

Spreizender Storchschnabel

Art ISFS: 187300 Checklist: 1021330 Geraniaceae Geranium Geranium divaricatum Ehrh.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 20-60 cm hoch, aufsteigend, gabelig verzweigt, Stängel, Blütenstiele und Kelch abstehend behaart, zwischen den 1-2 mm langen, weissen, drüsenlosen Haaren auch 0,1-0,2 mm lange Drüsenhaare . Blätter bis über die Mitte (2/3-4/5) 5-7teilig, mit wenig tief geteilten Abschnitten. Blüten zu 2, rosa, Kronblätter 5-7 mm lang, vorn ausgerandet. Kelchblätter 5-8 mm lang, mit 0,5- 1 mm langer Spitze. Frucht mit Schnabel nur 8-10 mm lang.

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 6-7

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Gebüsche, steinige Hänge / kollin-montan(-subalpin) / VS, FR, GR (Unterengadin, Münstertal, Bergell), sonst adventiv

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Osteuropäisch- westasiatisch

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 234-43 + 5.t.2n=28

Status

Status IUCN: Stark gefährdet

Nationale Priorität: 3 - Mittlere nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 1 - Gering Erhalten/ Fördern Gefährdungen Kleine, isolierte Populationen Zerstörung des Lebensraums

Ökologie

Lebensform Therophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.3.2 - Trockenwarmes Gebüsch (Berberidion)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig trockenLichtzahl LhellSalzzeichen--
Reaktionszahl Rschwach sauer bis neutral (pH 4.5-7.5)Temperaturzahl Tunter-montan und ober-kollin
Nährstoffzahl NnährstoffreichKontinentalitätszahl Kkontinental (sehr niedrige Luftfeuchtigkeit, sehr grosse Temperaturschwankungen, kalte Winter)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Geranium divaricatum Ehrh.

Volksname Deutscher Name: Spreizender Storchschnabel Nom français: Geranium divariqué Nome italiano: Geranio divaricato

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Geranium divaricatum Ehrh.Checklist 2017187300
=Geranium divaricatum Ehrh.Flora Helvetica 20011387
=Geranium divaricatum Ehrh.Flora Helvetica 20121066
=Geranium divaricatum Ehrh.Flora Helvetica 20181066
=Geranium divaricatum Ehrh.Index synonymique 1996187300
=Geranium divaricatum Ehrh.Landolt 19771893
=Geranium divaricatum Ehrh.Landolt 19911554
=Geranium divaricatum Ehrh.SISF/ISFS 2187300
=Geranium divaricatum Ehrh.Welten & Sutter 1982939

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Stark gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: C2a(i)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ac(iv); C2b; D
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)vom Aussterben bedroht (Critically Endangered)B2ac(iv); C2b; D
Östliche Zentralalpen (EA)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)
Westliche Zentralalpen (WA)stark gefährdet (Endangered)C2a(i)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität3 - Mittlere nationale Priorität
Massnahmenbedarf2 - Klarer Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung1 - Gering
Überwachung Bestände1 - Überwachung ist eventuell nötig

Schutzstatus

Kein internationaler, nationaler oder kantonaler Schutz

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele Landwirtschaft:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Kleine, isolierte Populationen Schutz aller Fundstellen (Mikroreservate) Detailkartierung und regelmässige Bestandskontrollen (Monitoring mit der Methode PopCount von Info Flora) Verstärkung bestehender Populationen und Ansiedlung neuer Populationen durch Anpflanzung oder Ansaat Wenn noch genügend grosse Populationen gefunden werden können, Einlagern der Samen in einer nationalen Samenbank Zerstörung des Lebensraums Erhalt von reichstrukturierten, mageren Weide, Hecken und trockenwarmen Säumen Ex situ Material Close In-situ Massnahmen Close