Geranium rivulare Vill.

Blassblütiger Storchschnabel

Art ISFS: 188700 Checklist: 1021460 Geraniaceae Geranium Geranium rivulare Vill.

Bestimmungsschlüssel

Zusammenfassung

Artbeschreibung (nach Lauber & al. 2018): 20-60 cm hoch, meist gabelig verzweigt. Stängel unten kurz anliegend behaart. Blätter bis fast zum Grund geteilt, Zipfel 2-5mal so lang wie breit. Blüten weiss, mit violetten Adern. Kronblätter 10-15 mm, Kelchblätter 7-9 mm lang, mit 1-2 mm langer Spitze. Blütenstiele zur Fruchtzeit aufrecht, ohne Drüsenhaare . Frucht mit Schnabel 2,5-3,5 cm lang. Vgl. G. sylvaticum, Nr. 1062 .

Blütezeit (nach Lauber & al. 2018): 7-8

Standort und Verbreitung in der Schweiz (nach Lauber & al. 2018): Lärchen- und Arvenwälder, Zwergstrauchheiden, kalkfliehend / (montan-)subalpin(-alpin) / VS, GR (Engadin), UR

Verbreitung global (nach Lauber & al. 2018): Westalpin

Ökologische Zeigerwerte (nach Landolt & al. 2010) 3w23-323.h.2n=28

Status

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Nationale Priorität: 4 - Mässige nationale Priorität

Internationale Verantwortung: 2 - Mittel Erhalten/ Fördern Gefährdungen Die Art ist in der Schweiz natürlicherweise nicht häufig, aber im Gebiet mit Vorkommen kaum oder höchstens potentiell gefährdet Ungeeignete Wegrandpflege Beschränktes Verbreitungsgebiet, oft kleine Populationen

Ökologie

Lebensform Mehrjähriger Hemikryptophyt

Lebensraum Lebensraum nach Delarze & al. 2015

5.4.4 - Trockene subalpine Zwergstrauchheide (Zwergwacholderheide) (Juniperion nanae)

fett Dominante Art, welche das Aussehen des Lebensraumes mitprägt Charakterart Weniger strikt an den Lebensraum gebundene Art

Ökologische Zeigerwerte nach Landolt & al. (2010)

BodenfaktorenKlimafaktorenSalztoleranz
Feuchtezahl Fmässig feucht; Feuchtigkeit mässig wechselnd ( ± 1-2 Stufen)Lichtzahl LhalbschattigSalzzeichen--
Reaktionszahl Rsauer (pH 3.5-6.5)Temperaturzahl Tsubalpin ( Fichtenwälder ohne Buchen bis zur Obergrenze der Fichte)
Nährstoffzahl Nmässig nährstoffarm bis mässig nährstoffreichKontinentalitätszahl Ksubozeanisch bis subkontinental (mittlere Luftfeuchtigkeit, mässige Temperaturschwankungen und mässig tiefe Wintertemperaturen)

Abhängigkeit vom Wasser

Flüsse0 - unbedeutend, keine Bindung.
Ruhiges Wasser0 - unbedeutend, keine Bindung.
Grundwasser0 - unbedeutend, keine Bindung.

Nomenklatur

Gültiger Name (Checklist 2017): Geranium rivulare Vill.

Volksname Deutscher Name: Blassblütiger Storchschnabel Nom français: Geranium blanc Nome italiano: Geranio dei rivi

Übereinstimmung mit anderen Referenzwerken

RelationNomReferenzwerkeNo
=Geranium rivulare Vill.Checklist 2017188700
=Geranium rivulare Vill.Flora Helvetica 20011383
=Geranium rivulare Vill.Flora Helvetica 20121063
=Geranium rivulare Vill.Flora Helvetica 20181063
=Geranium rivulare Vill.Index synonymique 1996188700
=Geranium rivulare Vill.Landolt 19771899
=Geranium rivulare Vill.Landolt 19911560
=Geranium rivulare Vill.SISF/ISFS 2188700
=Geranium rivulare Vill.Welten & Sutter 1982934

= Taxon stimmt mit akzeptiertem Taxon überein (Checklist 2017) <Taxon ist im akzeptierten Taxon (Checklist 2017) enthalten> Taxon enthält (neben anderen) auch das akzeptierte Taxon (Checklist 2017)

Status Indigenat: Indigen

Liste der gefährdeten Pflanzen IUCN (nach Walter & Gillett 1997): Nein

Status Rote Liste national 2016

Status IUCN: Potenziell gefährdet

Zusätzliche Informationen Kriterien IUCN: A2c; B1b(iii); B2b(iii)

Status Rote Liste regional 2019

Biogeografische RegionenStatusKriterien IUCN
Jura (JU)--
Mittelland (MP)--
Alpennordflanke (NA)--
Alpensüdflanke (SA)--
Östliche Zentralalpen (EA)potenziell gefährdet (Near Threatened)B2b(iii)
Westliche Zentralalpen (WA)potenziell gefährdet (Near Threatened)B2b(iii)

Status nationale Priorität /Verantwortung

Nationale Priorität4 - Mässige nationale Priorität
Massnahmenbedarf0 - Kein Massnahmebedarf
Internationale Verantwortung2 - Mittel
Überwachung Bestände0 - Überwachung ist nicht nötig

Schutzstatus

International (Berner Konvention)Nein
VDVollständig geschützt(02.03.2005)
Schweiz--

Status in sektoriellen Umweltpolitiken

Umweltziele für die Waldbewirtschaftung:Z - Zielartweitere Informationen

Erhalten/ Fördern Gefährdungen und Massnahmen Die Art ist in der Schweiz natürlicherweise nicht häufig, aber im Gebiet mit Vorkommen kaum oder höchstens potentiell gefährdet Regelmässiges Erfassen der Bestände mit FloraApp/Fundmeldungen bei Info Flora ist wünschenswert Ungeeignete Wegrandpflege An Wanderwegen und Strassenbördern wird die Art zu oft mit Fadenmäher zerstört . Im Gebiet mit Vorkommen Wegpfleger entsprechend sensiblisieren und wenn immer möglich, auf übermässiges Wegrandmähen verzichten Beschränktes Verbreitungsgebiet, oft kleine Populationen Einlagern der Samen in einer nationalen Samenbank Ex situ Material Close