Stenus tricorniger nov.sp. (Abb. 7, 23, 81, 130, 161, 162)
M a t e r i a l: Holotypus (♂) und 1♂ - Paratypus: CHINA: W Sichuan, Jiajin Shan, 18 km E Jintang, 3550-3650m, primary coniferous forest, 11.-24.VI.2004, R. Fabbri .- HT in coll. Schülke (Berlin), PT in cP.
B e s c h r e i b u n g: Apter, mässig glänzend, Kopf schwarz, restlicher Körper dunkel kastanienbraun; Vorderkörper grob und sehr dicht (Kopf: Abb. 7, Pronotum: Abb. 23), Abdomen vorn grob und sehr dicht, hinten ziemlich fein, dicht punktiert (Tergit 7: Abb. 130); Beborstung kurz, anliegend. Paraglossen oval. An den Kiefertaster die ersten beiden Glieder gelblich, das 3. Glied gebräunt, Fühlerbasis mittelbraun, Keule dunkler, Beine rötlichbraun. Clypeus schwarzbraun, Oberlippe braun, dünn beborstet. 3. Abdominalsegment mit dünner Seitenrandung die folgenden Segmente ohne Seitenrandung, 4. Tarsenglied gelappt. Oberseite ungenetzt.
Länge: 2,6-3,1mm (Vorderkörperlänge: 1,4-1,5mm).
PM des HT: HW: 28; DE: 14,5; PW: 23; PL: 22; EW: 26,5; EL: 22,5; SL: 17,5.
Männchen: Schenkel stark gekeult, Schienen einfach. Metasternum mässig tief eingedrückt, grob und wenig dicht auf glattem Grund punktiert und beborstet (Abb. 81). Sternite 3-5 median dichter als an den Seiten punktiert und beborstet, 6. Sternit in der hinteren Mitte leicht eingedrückt und daselbst feiner als an den Sternitseiten, wenig dicht punktiert und beborstet, Hinterrand flach und breit ausgerandet, 7. Sternit ähnlich wie das 6. Sternit, die Eindruckseiten aber dichter punktiert und beborstet, Hinterrand äusserst flach ausgerandet. 8. Sternit mit runder Ausrandung etwa im hinteren Vierzehntel des Sternits. 9. Sternit mit spitzem Apikolateralzahn. 10. Tergit am Hinterrand abgerundet. Aedoeagus (Abb. 161, 162), Apikalpartie des Medianlobus kurz und breit, dreispitzig; im Innern werden eine kräftige Ausstülpspange sowie ein breittubiger Innensack deutlich; Parameren erheblich länger als der Medianlobus, im Spitzendrittel mit etwa 9 Borsten.
Weibchen: Unbekannt.
D i f f e r e n z i a l d i a g n o s e: Auch diese neue Art gehört in die S. cephalotes - Gruppe. Von S. tricuspis nov.sp. unterscheidet sie sich sofort durch gänzlich fehlende Netzung und gröbere Punktierung des Vorderkörpers (z. B. Abb. 23) sowie durch ihre Sexualcharaktere.
E t y m o l o g i e: Der Name dieser neuen Art bezieht sich auf die Gestalt ihres Medianlobus, der vorn drei "Spitzen" ("Hörner") zeigt (Lat. tricornis = mit drei Hörnern).