Goodyera repens (L.) R. Br.

H. E. Hess, E. Landolt & R. Hirzel, 1976, Orchidaceae, Orchideen, Flora der Schweiz und angrenzender Gebiete. Band 1: Pteridophyta bis Caryophyllaceae, Basel: Birkhaeuser, pp. 593-637: 611

publication ID

10.5281/zenodo.213768

persistent identifier

http://treatment.plazi.org/id/D7AC385A-4A67-0311-B394-A2013D25F378

treatment provided by

Plazi

scientific name

Goodyera repens (L.) R. Br.
status

 

Goodyera repens (L.) R. Br.  ,

Kriechende Goodyere, Moosorchis

10-25 cm hoch View Figure . Rhizom nahe der Oberfläche kriechend, mit fleischigen, kurzen Wurzeln. Grundständige Blätter oval bis breit lanzettlich, 1-3 cm lang, l-2mal so lang wie breit, kurz gestielt; unterstes Stengelblatt den grundständigen ähnlich, obere Stengelblätter sehr schmal lanzettlich, tragblattähnlich. Stengel dicht und abstehend mit Drüsenhaaren besetzt. Blütenstand bis 5 cm lang, 10-15 blütig. Tragblätter so lang oder länger als der Fruchtknoten. Blüten klein, mit abstehenden Drüsenhaaren besetzt. Perigonblätter weiß bis grünlich, etwa 4 mm lang, oval, die 3 obern zusammenneigend, die 2 seitlichen breit lanzettlich, der Lippe anliegend; Lippe etwa so lang wie die Perigonblätter, am Grunde sackartig vertieft, nach der Spitze verschmälert, rinnig und schnabelartig abwärts gebogen, nicht geteilt. - Blüte; Sommer.

Zytologische Angaben. 2n -- 30: Material aus England; Meiose normal (Richardson 1934); Material aus Schweden ( Löve und Löve 1942a); Embryosackentwickiung untersucht, keine Abnormitäten (Yeyket 1956). Material aus Holland (Klipiiuis 1963). 2n = 28-32: Material aus Frankreich (Eftimju-IIki.m 1941 ). 2n 40: Material aus Holland (Gaof.lla und Klipiiuis 1963).

Standort. Kollin und montan, seltener subalpin. Trockene, kalkarme bis kalkreiche, humose, lockere Sand- oder Lößböden. Lichte Föhrenwälder und lichte Föhrenmischwälder, besonders im Dicrano-Pinctum Preisg. et Knapp 1942 ( Kiefern- Steppen wähl).

Verbreitung. Eurosibirisch-nordamerikanische Pflanze: Nordgrenze durch Schottland, Skandinavien (bis 70 NB), Sibirien (bis 65; NB) ; im Süden nur in Gebirgen ; Südgrenze durch Pyrenäen, Alpen, Balkanhalbinsel, Kleinasien, Kaukasus, Persien, Himalaja, ostwärts bis Japan und Kamtschatka; in Nordamerika von 67° NB südwärts bis New York und Michigan, in den Gebirgen bis Nordkarolina und Neu Mexiko. Verbreitungskarte von Hultfn (1962). - Im Gebiet zerstreut, ziemlich selten, auf der Alpensüdseite sehr selten.